Finnlands Ministerin für Klima und Umwelt, Sari Multala, reist am 5. und 6. Oktober nach München, um die finnisch-deutsche Zusammenarbeit im Energiesektor zu stärken, wie das Ministerium für Wirtschaft und Beschäftigung am 2. Oktober mitteilte. Außerdem will sie aktuelle Energiefragen mit Vertretern des Freistaats Bayern besprechen.

Am 5. Oktober eröffnet Multala den Deutsch-Finnischen Wasserstoffdialog. Laut Ministerium soll die Veranstaltung die Zusammenarbeit bei neuen Wasserstoffprojekten, Investitionen und Geschäftskooperationen stärken. Teilnehmen sollen Politik, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Cluster aus beiden Ländern.

„Finnland und Deutschland haben unterschiedliche Stärken, die sich in der europäischen Wasserstoffwirtschaft ergänzen“, sagte Multala. Sie verwies auf Finnlands gute Verfügbarkeit sauberen Stroms und wettbewerbsfähige Produktionsbedingungen sowie auf Deutschlands technologische Kompetenz und industrielle Nachfrage nach Wasserstoff. „Gemeinsam können wir eine wirklich europäische Wasserstoff-Wertschöpfungskette aufbauen“, sagte sie.

Am 6. Oktober nimmt die Ministerin am jährlichen Deutsch-Finnischen Businessforum teil, das ebenfalls in München stattfindet. Das Ministerium erklärte, das Forum bringe Führungskräfte aus der Wirtschaft, Forschende und Entscheidungsträger zusammen, um Investitionen in Energie, Digitalisierung und Infrastruktur voranzubringen. Während der Reise trifft Multala Joachim Herrmann, Bayerns Innenminister, und Tobias Gotthardt, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie.

Die Gespräche sollen sich um saubere und bezahlbare Energie, europäische Wettbewerbsfähigkeit, die Wasserstoffwirtschaft, Energiesicherheit und Investitionen in die klimafreundliche Industrie drehen. Konkrete Projekte oder Vereinbarungen nennt die Mitteilung nicht. Für den Ostseeraum sind Finnlands Wasserstoffpläne mit Vorschlägen für grenzüberschreitende Verbindungen Richtung Deutschland verknüpft, weshalb der Dialog beobachtet werden sollte.