Die Landwind-Gruppe und die Light:Guard GmbH aus Dresden haben einen exklusiven Rahmenvertrag zur Ausstattung von Windenergieanlagen mit Bedarfsgesteuerter Nachtkennzeichnung (BNK) geschlossen. Der Vertrag läuft über drei Jahre und umfasst rund 130 Anlagen in mehr als 20 Windparks.

BNK hält die roten Warnlichter für den Luftverkehr ausgeschaltet, solange der Luftraum frei ist. Das System überwacht den Luftraum um einen Windpark; nähert sich ein Luftfahrzeug, wird die Befeuerung wieder aktiviert und blinkt wie bisher. Die meisten Windparks des neuen Vertrags werden neu errichtet, einige sind Repowering-Projekte.

Der Vertrag baut eine bestehende Zusammenarbeit aus: Bereits 2021 hatten Landwind und Light:Guard einen ersten Rahmenvertrag geschlossen. Light:Guard stattete zudem den kürzlich eröffneten Landwind-Windpark Söllingen in Niedersachsen mit BNK aus. Besiegelt wurde der Vertrag nach Angaben der Unternehmen auf der WindEnergy Hamburg 2026.

Landwind-Geschäftsführerin Bärbel Heidebroek erklärte, neben der Akzeptanzabgabe an die Kommunen gehöre auch die Reduzierung der Lichtverschmutzung dazu, dass die Menschen vor Ort von der Energiewende profitierten. Light:Guard-Vertriebsmanagerin Claudia Flörke sagte, das Ziel sei, die Nächte rund um die Landwind-Windparks dunkler zu machen.

Landwind mit Sitz in Gevensleben betreibt Windparks mit einer Nennleistung von rund 400 MW, die nach Unternehmensangaben jährlich mehr als 850.000 MWh Strom liefern. Light:Guard gibt an, seit dem Einstieg in BNK im Jahr 2008 über 3.500 Anlagen in Deutschland dunkel geschaltet zu haben; neu im Angebot ist ein System zur externen Abschaltung, etwa für die Mahd.