Die Nordex Group hat ihren ersten Auftrag aus Neuseeland erhalten. Mercury, ein neuseeländischer Stromerzeuger und Energieversorger, hat für den Windpark Puke Kapo Hau in der Region Otago auf der Südinsel 40 Turbinen des Typs N133/4.8 mit zusammen 192 MW bestellt. Beide Unternehmen schlossen zudem einen Servicevertrag mit 30 Jahren Laufzeit ab.
Der Standort liegt in den östlichen Ausläufern der Lammermoor Range, wo die mittlere Windgeschwindigkeit über 8 Metern pro Sekunde liegt. Die Installation der ersten Anlage auf einem 90 Meter hohen Stahlrohrturm soll Anfang 2028 beginnen, die Inbetriebnahme der ersten Turbine ist für Mitte 2028 vorgesehen.
Mercury-Chef Stew Hamilton sagte, das Unternehmen habe fünf der sechs Windparks gebaut, die in den vergangenen fünf Jahren in Neuseeland entstanden sind, und nannte Puke Kapo Hau die nächste Phase des Windausbaus. Alberto Perez, Managing Director Australia der Nordex Group, bezeichnete den Markteintritt mit Mercury als erstem Kunden als wichtigen Schritt für das Unternehmen.
Nordex will bei Kranarbeiten, Anlageninstallation und Inbetriebnahme mit lokalen Dienstleistern zusammenarbeiten und eigene Kapazitäten im Land aufbauen. Der Hamburger Hersteller meldete für 2025 einen Konzernumsatz von rund 7,6 Milliarden Euro und nach eigenen Angaben insgesamt mehr als 67 GW in über 40 Märkten. Das Produktprogramm konzentriert sich auf Onshore-Turbinen, gefertigt unter anderem in Werken in Deutschland.
Für die Ostseeregion zeigt der Auftrag die Nachfrage nach Onshore-Turbinenkapazität von außerhalb Europas, ein Faktor für Lieferslots bei Herstellern, die auch deutsche und polnische Projekte beliefern.







