Der Mainzer Projektentwickler wiwi consult hat in der Juli-Ausschreibungsrunde der Bundesnetzagentur für Photovoltaik Zuschläge für drei Projekte mit einem Gesamtvolumen von 80 MW erhalten und will sich künftig vor allem auf Hybridprojekte konzentrieren, die Wind, Photovoltaik und Batteriespeicher an einem Standort verbinden.

Alle Projekte, mit denen das Unternehmen in die Juli-Runde gegangen war, wurden bezuschlagt. Es handelt sich um das volumenstärkste Ausschreibungsergebnis in der elfjährigen Firmengeschichte. Weitere 45 MW Photovoltaikleistung befinden sich bereits im Bau.

Im Windbereich werden derzeit vier Projekte mit insgesamt 20 Anlagen gebaut; in den kommenden Monaten soll der Baustart für fünf weitere Projekte folgen. Für 2027 rechnet das Unternehmen mit der parallelen Umsetzung von neun Windprojekten mit einem Gesamtvolumen von rund 180 MW. Drei Projekte sollen noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. „Diese volle Projektpipeline ist das Ergebnis unserer Arbeit der vergangenen Jahre“, sagte Geschäftsführer Michael Böhm. „Die Umsetzung von neun Projekten parallel stellt uns als Team vor Herausforderungen, die wir gerne annehmen.“

Auch im Bereich der Stand-alone-Speicher ist das Unternehmen inzwischen aktiv. Für 2027 sind vier Batteriespeicher mit jeweils 10 MW Leistung und 40 MWh Kapazität geplant, für die nach Unternehmensangaben bereits Einspeisezusagen der Netzbetreiber vorliegen. Künftig soll die Einbeziehung von Batteriespeichern zum Standard bei der Planung neuer Wind- und PV-Projekte werden. wiwi consult beschreibt diese Ausrichtung als Reaktion auf veränderte Marktbedingungen und als Weg, sich von kurzfristigen politischen Entscheidungen unabhängiger zu machen.

Das 2016 gegründete Unternehmen entwickelt und betreibt Wind-, Solar- und Speicherprojekte mit einem Gesamtvolumen von rund 2.000 MW in Deutschland, im europäischen Ausland und in Südamerika. Kernmarkt ist der Südwesten Deutschlands. Vom 22. bis 25. September stellt wiwi consult seine Pläne auf der WindEnergy Hamburg vor.