Elia Transmission Belgium hat die Ergebnisse von drei Auktionen des Kapazitätsmechanismus (Capacity Remuneration Mechanism, CRM) für die Lieferzeiträume 2027-2028, 2028-2029 und 2030-2031 veröffentlicht. Der belgische Übertragungsnetzbetreiber teilte mit, er habe die vom Energieminister festgelegte Kapazität kontrahiert; in allen drei Auktionen habe das Angebot die Nachfrage übertroffen.
Für 2027-2028 wurden über alle CRM-Auktionen hinweg insgesamt 6,5 GW kontrahiert, bei Kosten von rund 200 Millionen Euro und einem gewichteten Durchschnittspreis von 30.944 Euro je MW und Jahr. In der Y-1-Auktion wurde keine zusätzliche Kapazität vergeben. Laut Elia hatte der Energieminister das Szenario gegenüber früheren Auktionen für diesen Zeitraum geändert; zudem sank das benötigte Volumen nach Anpassungen für grenzüberschreitende Beiträge und für am Markt verfügbare, aber nicht an der Auktion teilnehmende Kapazität auf null.
In der Y-2-Auktion für 2028-2029 wurden 1,6 GW kontrahiert, womit sich die gesamte kontrahierte Kapazität für diesen Zeitraum auf 5,8 GW erhöht. Rund 0,5 GW entfielen auf neue Batteriespeicher. Elia erklärte, einige dieser Projekte stünden früher zur Verfügung, als es ihre Mehrjahresverträge verlangen, und könnten bereits Kapazität beisteuern. Die Auktion kostete etwa 34 Millionen Euro bei einem gewichteten Durchschnittspreis von 21.643 Euro je MW und Jahr.
In der Y-4-Auktion für 2030-2031 wurden 0,8 GW kontrahiert; zusammen mit bestehenden Langfristverträgen ergeben sich 4,9 GW für diesen Zeitraum. Neue Batteriespeicher machten erneut etwa 0,5 GW aus, vergeben wurden Ein- und Mehrjahresverträge. Die angebotene Kapazität übertraf die Nachfrage um 3,1 GW. Die Auktion kostete rund 14 Millionen Euro bei einem gewichteten Durchschnittspreis von 18.143 Euro je MW und Jahr.
Der Kapazitätsmechanismus wurde im Zusammenhang mit dem teilweisen Atomausstieg Belgiens eingeführt und vergütet Marktteilnehmer dafür, Stromkapazität vorzuhalten. Elia beschreibt ihn als marktweit und technologieneutral, sodass verschiedene Anbieter direkt miteinander konkurrieren. Die Ergebnisse sind über Belgien hinaus relevant: Die belgische Versorgungssicherheit wirkt sich auf Stromflüsse in den verbundenen Netzen der Nordsee und des Kontinents aus, und Batteriespeicher gewinnen in europäischen Kapazitätsauktionen zunehmend Anteile.








