Das finnische Ministerium für Wirtschaft und Beschäftigung bittet Bürgerinnen, Bürger und Interessengruppen um Vorschläge für neue Klimamaßnahmen, die Treibhausgasemissionen senken oder Kohlenstoffsenken stärken. Vorschläge können bis zum 6. Dezember 2026 über den Konsultationsdienst lausuntopalvelu.fi eingereicht werden.

Das Ministerium sammelt die Vorschläge als Grundlage für die Diskussionen rund um die Parlamentswahl 2027 und die anschließenden Regierungsverhandlungen. Gesucht werden Maßnahmen, die noch nicht in dem von den Ministerien erstellten Verzeichnis enthalten sind. Diese der Konsultation beigefügte Liste umfasst Maßnahmen des Wirtschafts-, des Umwelt-, des Verkehrs-, des Landwirtschafts- und des Finanzministeriums sowie Vorschläge von Interessengruppen und aus wissenschaftlichen Studien. Auch der Finnische Klimarat und das Wissenschaftsgremium für Waldbioökonomie wurden um eigene Vorschläge gebeten. Die Teilnehmenden können zudem die aufgeführten Maßnahmen kommentieren.

Das Ministerium erbittet möglichst konkrete Vorschläge, die den betroffenen Sektor oder die Tätigkeit nennen, etwa Gebäude oder eine bestimmte Branche, und angeben, wie die Emissionen sinken sollen, zum Beispiel durch Verpflichtung, Steuer, finanzielle Förderung, Beratung oder Schulung. Wenn möglich, sollen Emissionsminderung und Kosten für den Staat oder die Betroffenen geschätzt werden; auch Auswirkungen auf Beschäftigung, Wettbewerbsfähigkeit und Investitionsbedarf können beschrieben werden.

Im Dezember stellt das Ministerium eine Gesamtliste aus dem Verzeichnis und den neuen Vorschlägen zusammen. Es betont, dass die Liste keine offizielle politische Position der Ministerien ist und die in den Regierungsverhandlungen gewählten Maßnahmen abweichen können. Das Verzeichnis fließt zudem in die nächste Energie- und Klimastrategie und in Pläne nach dem Klimagesetz ein; die Konsultationen laufen 2027 weiter. „Ich glaube, dass das Verzeichnis zu einem offenen Vorbereitungsprozess beiträgt und die Debatte über klimapolitische Optionen vor der kommenden Parlamentswahl belebt“, sagte Timo Jaatinen, Staatssekretär des Ministeriums.