Die Nordex Group hat ihr Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im dritten Quartal 2026 mehr als verdoppelt: Es stieg auf 278,2 Mio. Euro nach 135,9 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Hamburger Turbinenhersteller erreichte eine EBITDA-Marge von 12,7 % (Q3/2025: 8,0 %) und hob die Margenprognose für das Gesamtjahr auf 11,5 bis 12,5 % an, bisher waren es 8,0 bis 11,0 %. Die Anhebung hatte das Unternehmen bereits in einer Ad-hoc-Mitteilung am 15. Oktober angekündigt.

Der Umsatz stieg um 28,2 % auf rund 2,2 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis lag bei 147,1 Mio. Euro nach 51,7 Mio. Euro im Vorjahresquartal, der freie Cashflow bei 379,1 Mio. Euro. Zum 30. September verfügte das Unternehmen über liquide Mittel von 2.326,5 Mio. Euro und eine Netto-Cash-Position von 2.031,3 Mio. Euro.

Der Auftragseingang im Segment Projekte betrug 2.810 MW aus zehn Ländern, 29,5 % mehr als im Vorjahresquartal; der Auftragswert erreichte 2,5 Mrd. Euro. Der durchschnittliche Verkaufspreis blieb mit 0,90 Mio. Euro je MW stabil. Der Auftragsbestand belief sich auf 19,3 Mrd. Euro, davon 12,2 Mrd. Euro im Segment Projekte und 7,1 Mrd. Euro im Segment Service.

Die Installationen lagen unter dem Vorjahreswert: Nordex errichtete 331 Anlagen mit zusammen 2.021 MW in 15 Ländern, nach 2.576 MW im dritten Quartal 2025. Das Unternehmen führt den Rückgang vor allem auf Verzögerungen auf Kundenseite, bei Transportgenehmigungen und in der Rotorblattfertigung in der Türkei zurück. Auf Europa entfielen 79 % der installierten Leistung, auf Nordamerika 21 %. Die Produktion von Windkraftanlagen lag mit 2.363 MW um 7,0 % niedriger, im Einklang mit dem Projektplan.

Vorstandsvorsitzender José Luis Blanco bezeichnete das Quartal als wichtigen Meilenstein; die Prognose liege am oberen Ende des mittelfristigen Zielkorridors. Die übrigen Prognosewerte – Umsatz von 8,2 bis 9,0 Mrd. Euro, Working-Capital-Quote unter minus 9 % und Investitionen von rund 200 Mio. Euro – bleiben unverändert. Nordex beliefert regelmäßig Onshore-Windparks in Deutschland, Polen und den nordischen Ländern. Die Quartalsmitteilung wurde weder geprüft noch von einem Abschlussprüfer durchgesehen.