RWE hat erstmals Strom aus Nordseecluster A ins deutsche Netz eingespeist. Es handelt sich um die erste Phase des 1,6 GW starken Offshore-Projekts Nordseecluster in der Nordsee. Das Unternehmen bestätigte den Meilenstein Ende Juli 2026, nur wenige Wochen nach der Installation der ersten Turbine.

Nordseecluster A besteht aus 44 Vestas-Turbinen mit je 15 MW und damit einer Gesamtleistung von 660 MW. Der Windpark liegt rund 50 Kilometer nördlich der Insel Juist in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone. Der Strom fließt zu zwei Offshore-Umspannwerken und von dort über die Konverterstation des Netzbetreibers ans Festland. Die vollständige Inbetriebnahme der ersten Phase erwartet RWE Anfang 2027.

Eine zweite Phase, Nordseecluster B, soll weitere 900 MW hinzufügen. Die Fundamentarbeiten sollen 2027 beginnen, die Turbinenmontage ist für 2028 geplant, der kommerzielle Betrieb ab Anfang 2029. Bei vollem Ausbau von 1,6 GW rechnet RWE mit einer Jahreserzeugung von rund 6,5 TWh.

Nordseecluster gehört zu den größeren Offshore-Projekten im Bau in deutschen Gewässern und zählt zu jener Pipeline, mit der Berlin seine Offshore-Windziele für 2030 erreichen will.