Skyborn Renewables hat den Financial Close für Gennaker erreicht, einen Offshore-Windpark mit bis zu 976,5 MW Leistung in der deutschen Ostsee. Das teilten das Unternehmen und die Europäische Investitionsbank (EIB) am 11. September 2026 mit. Das gemeinsam mit den Stadtwerken München (SWM) als Eigenkapitalpartner entwickelte Projekt geht damit in die Umsetzungsphase; die kommerzielle Inbetriebnahme ist für Ende 2028 vorgesehen.

Das Finanzierungspaket umfasst 2,1 Milliarden Euro an Non-Recourse-Fremdkapital von einem Konsortium aus 16 Geschäftsbanken und der EIB, deren Anteil durch die Garantie der Europäischen Union abgesichert ist. Das mobilisierte Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei mehr als 3 Milliarden Euro. Mit dem Financial Close sind alle wesentlichen Projektverträge wirksam: Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung, Stromabnahmeverträge, strategische Partnerschaften sowie die zentralen Liefer- und Installationsverträge.

Gennaker wird aus 63 Turbinen bestehen, rund 15 Kilometer nördlich der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst in Mecklenburg-Vorpommern. Nach vollständiger Inbetriebnahme soll der Windpark rund eine Million Haushalte in Deutschland mit Strom versorgen und ist damit das größte Offshore-Projekt in der deutschen Ostsee.

Dem Abschluss ging eine Reihe von Meilensteinen der vergangenen zwei Jahre voraus. 2025 vergab Skyborn die Aufträge für Fundamente, parkinterne Verkabelung und Turbinen an Lieferanten wie EEW Special Pipe Constructions aus Rostock, Dajin Heavy Industry, Siemens Gamesa Renewable Energy, Fred. Olsen Windcarrier, Seaway 7, Boskalis und TKF und erhielt die Bau- und Betriebsgenehmigung des Staatlichen Amts für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern. 2026 schloss das Unternehmen langfristige Stromabnahmeverträge mit Amazon (600 MW) und Uniper (100 MW) ab; die SWM stiegen mit 25 Prozent ein.

„Der Financial Close ist der Moment, in dem Jahre der Entwicklung, des Partnerschaftsaufbaus und der Vorbereitung zusammenkommen“, sagte Patrick Lammers, Chief Executive Officer von Skyborn Renewables. EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer erklärte, der Windpark werde Deutschland helfen, „mehr eigenen Strom zu erzeugen und die Abhängigkeit von Energieimporten zu verringern“. Florian Bieberbach, Vorsitzender der Geschäftsführung der Stadtwerke München, sagte, die Beteiligung erhöhe die erneuerbaren Erzeugungskapazitäten des Unternehmens deutlich; Ziel bleibe, den gesamten Münchner Stromverbrauch aus erneuerbaren Quellen zu decken.

Wolfgang Blank, Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommerns, sprach von einem „starken Signal für den Energiestandort Mecklenburg-Vorpommern und für die Offshore-Windenergie in Ost- und Nordsee“. Skyborn, das den Windpark von der grünen Wiese aus entwickelt hat, übernimmt das Baumanagement und die langfristige Betriebsführung.