Die Nordex Group hat die Produktion in ihrem neuen Rotorblattfertigungswerk in Menemen bei Izmir, Türkei, aufgenommen. Das Werk nahm im Mai 2026 den Betrieb auf und ist Teil des wachsenden Produktionsnetzwerks des Hamburger Turbinenherstellers in einem Land, in dem das Unternehmen bereits eine Marktführerposition innehat.
Das Gelände umfasst insgesamt rund 130.000 Quadratmeter, davon entfallen etwa 90.000 Quadratmeter auf das Produktionsgebäude. Bei voller Auslastung im Vier-Schicht-Betrieb ist die Anlage auf die Fertigung von bis zu 1.200 Rotorblättern pro Jahr ausgelegt und beschäftigt rund 1.200 Mitarbeitende in Produktion und Verwaltung.
Im Werk in Menemen werden Rotorblätter für die neuesten Turbinenmodelle von Nordex produziert, darunter die N163 und N175, die für mittlere bis starke Windverhältnisse ausgelegt sind. Die Produktion konzentriert sich zunächst auf Turbinen, die im Rahmen der türkischen Ausschreibungen YEKA-4 und YEKA-5 vergeben wurden; das Werk ist jedoch auch auf den Export in europäische Märkte ausgerichtet.
„Der Produktionsstart in unserer neuen Rotorblattfabrik in Menemen markiert einen weiteren Meilenstein im Fertigungsverbund von Nordex in der Türkei und unterstützt unsere langfristige Wachstumsstrategie im Land”, sagte José Luis Blanco, CEO der Nordex Group. „Mit dem Ausbau lokaler Produktionskapazitäten fördern wir nicht nur die Entwicklung der Windindustrie in der Türkei, sondern können auch die Anforderungen an die lokale Wertschöpfung gemäß den YEKA-Spezifikationen noch besser erfüllen.”
Nordex ist seit 2009 in der Türkei aktiv und hat sich dort einen Marktanteil von rund 34 Prozent aufgebaut. Das Unternehmen hat bislang mehr als 64 GW Windenergieleistung in über 40 Märkten installiert und erzielte 2025 einen Konzernumsatz von rund 7,6 Milliarden Euro mit mehr als 11.100 Beschäftigten weltweit.





