ORLEN Neptun und die Hafenverwaltung Stettin-Swinemünde haben eine Absichtserklärung über einen möglichen Ausbau des Świnoujście Offshore Terminal unterzeichnet — Polens erstem Installationsterminal für Offshore-Windparks. Die Unterzeichnung, ein Jahr nach Eröffnung des Terminals, fiel mit der Konferenz PSEW 2026 zusammen; teil nahmen Klima- und Umweltministerin Paulina Hennig-Kloska und Vizeministerin Urszula Zielińska.

Die Erklärung gilt als erster Schritt zur Weiterentwicklung des Terminals und zur Modernisierung der Hafeninfrastruktur, um kommende Offshore-Projekte zu unterstützen und Świnoujście als einen der zentralen Installationshubs der Ostsee zu stärken. Das im Juni 2025 eröffnete Terminal ist Basis der Projekte Baltic East und Baltic West der ORLEN-Gruppe und bedient auch externe Betreiber — im ersten Jahr gewann es unter anderem Ocean Winds und Smulders als Kunden.

Die Ministerin nannte Offshore-Ziele von 5,9 GW bis 2030 und bis zu 18 GW bis 2040 und erklärte, eine Reform der Repowering-Regeln könne die Erzeugung bestehender Windparks um bis zu 30 Prozent steigern — bei Nutzung vorhandener Infrastruktur. Ausgewiesene Beschleunigungsgebiete — 17 Prozent der Fläche Polens für Solar und 11 Prozent für Wind — sollen Projekte ohne separate Umweltentscheidungen ermöglichen.

Laut PSEW-Analysen könnte der heimische Wertschöpfungsanteil bei Onshore-Wind langfristig 75 Prozent erreichen, der Markt bis 2040 über 200 Mrd. Złoty wert sein. Für die Ostsee-Lieferkette signalisiert der Terminalausbau Polens Absicht, mehr Offshore-Fertigung und -Logistik im Land zu verankern.