Die Nordex Group hebt ihre Prognose für die EBITDA-Marge im Geschäftsjahr 2026 auf 11,5 bis 12,5 Prozent an, zuvor lagen die Erwartungen bei 8,0 bis 11,0 Prozent. Grundlage sind vorläufige Ergebnisse für das dritte Quartal, die über den Erwartungen lagen. Alle übrigen Prognosewerte bleiben unverändert.

Der Hamburger Turbinenhersteller rechnet für das dritte Quartal mit einem EBITDA von rund 278 Millionen Euro nach 136 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das entspricht einer Marge von 12,7 Prozent (drittes Quartal 2025: 8,0 Prozent). Der vorläufige Umsatz liegt bei rund 2.187 Millionen Euro, nach 1.706 Millionen Euro im dritten Quartal 2025. Die Zahlen sind ungeprüft.

Nordex führt das Ergebnis auf höhere Margen im Servicegeschäft und eine starke Projektabwicklung zurück. Zudem seien Risiken, die in der bisherigen Prognose für das Projektgeschäft berücksichtigt waren, nicht im angenommenen Umfang eingetreten. Der freie Cashflow im Quartal wird auf 379 Millionen Euro erwartet (drittes Quartal 2025: 149 Millionen Euro), die liquiden Mittel belaufen sich auf 2.327 Millionen Euro nach 1.929 Millionen Euro Ende 2025. Für das vierte Quartal erwartet das Unternehmen weiterhin einen positiven freien Cashflow.

Die übrige Jahresprognose bleibt bestehen: Konzernumsatz von 8,2 bis 9,0 Milliarden Euro, Working-Capital-Quote unter minus 9 Prozent und Investitionen von rund 200 Millionen Euro. CEO José Luis Blanco erklärte, eine starke Projektabwicklung und höhere Profitabilität im Service hätten dem Unternehmen eine sehr gute Ausgangsposition für das Schlussquartal verschafft.

Nordex, dessen Produktprogramm auf Onshore-Turbinen der Klassen 4 bis 7 MW und mehr ausgerichtet ist, zählt zu den etablierten Lieferanten in Deutschland und im Ostseeraum. Die vollständigen Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlicht das Unternehmen am 5. November 2026.