Die Hafenbehörde von Klaipėda hat eine Ausschreibung für die Bauarbeiten zur Erweiterung des südlichen Hafenteils gestartet – ein Projekt, das 100 Hektar neues Land im Kurischen Haff schaffen und die jährliche Umschlagkapazität des größten litauischen Hafens auf rund 30 Millionen Tonnen erhöhen soll.

Der Auftrag umfasst den Bau einer 1.300 Meter langen Kaimauer, eines neuen Wellenbrechers, Baggerarbeiten, die Verlegung einer 110-kV-Freileitung unter die Erde, Regenwasserableitungssysteme sowie Uferschutzbauten nahe der Insel Kiaulės Nugara.

„Die Bauunternehmen für die Wellenbrecher sind bereits vor Ort, und wir gehen nun den nächsten wichtigen Schritt, um diese ambitionierte Idee mit der Ausschreibung für die Bauarbeiten des gesamten Areals Wirklichkeit werden zu lassen“, sagte Algis Latakas, Generaldirektor der Hafenbehörde Klaipėda.

Für die Umsetzung im Rahmen des strategischen Plans des Hafens Klaipėda für 2026–2029 sind knapp 600 Millionen Euro vorgesehen – der größte Einzelposten des Investitionsprogramms. Unter Einbeziehung geplanter privater Investitionen soll der Gesamtwert des Projekts eine Milliarde Euro übersteigen. Anfang des Monats genehmigte die litauische Regierung das Verfahren zur Verpachtung der neuen Fläche im Rahmen einer wettbewerblichen Ausschreibung; eine internationale Ausschreibung zur Auswahl eines Betreibers für das künftige Areal soll noch in diesem Jahr folgen.