Die Messe Husum & Congress, Veranstalterin der HUSUM WIND, und das Windenergie-Netzwerk WAB e.V. präsentieren am 31. August die nach eigener Darstellung größte Offshore-Exkursion Europas mit umfassenden Einblicken in zentrale Windpark- und Netzanbindungsprojekte der Nordsee. Die Organisatoren erwarten rund 500 nationale und internationale Teilnehmende; eine vergleichbare Tour hatte es zuletzt vor über 15 Jahren gegeben.

Die ganztägige Fahrt startet um 7:00 Uhr in Hamburg auf dem Hochgeschwindigkeits-Katamaran „Halunder Jet” und folgt einer vorgeplanten Route, die die Entwicklung der Offshore-Windenergie der vergangenen 15 Jahre veranschaulicht — vom ersten Pilotprojekt bis zu den heutigen 15-Megawatt-Anlagen. Je nach Witterung werden bis zu 25 Offshore-Windparks und Konverterstationen angesteuert, wobei Fachleute an Bord technische Hintergründe und Herausforderungen erläutern. Die Tickets kosten 349 Euro (319 Euro für Ausstellende), die Platzzahl ist begrenzt.

Die Organisatoren nutzten die Ankündigung für ihre politische Botschaft. „Die Tour wird unter Beweis stellen, dass der weitere Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland zügig, ambitioniert und konsequent umgesetzt werden muss. Jede Verzögerung ist kontraproduktiv”, sagte WAB-Geschäftsführer Markus Nölke mit Verweis auf die nötige Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) und eine Wiederaufnahme der Ausschreibungen für neue Projektflächen. HUSUM-WIND-Projektleiter Pascal Hofer berichtete, dass 60 Prozent der Hallenflächen für die Messe 2027 bereits gebucht seien, ein Drittel davon von Offshore-Ausstellern.

Die Offshore-Windparks in der deutschen Nord- und Ostsee haben inzwischen die Marke von 10 Gigawatt installierter Leistung überschritten; die Bundesregierung strebt bis 2045 70 Gigawatt an. Ein jüngst vergebener Auftrag für eine Konverterplattform über 2,5 Milliarden Euro mit 550 neuen Arbeitsplätzen zeige den Beitrag der Branche zur industriellen Wertschöpfung, so die Organisatoren. Die nächste HUSUM WIND findet vom 14. bis 17. September 2027 statt.