Innenminister aus neun Ostseeanrainerstaaten trafen sich am 17. und 18. Juni in Helsinki, um ihre Reaktion auf drohnenbezogene Bedrohungen für die öffentliche Sicherheit und kritische Infrastruktur abzustimmen. Die von Finnlands Innenministerin Mari Rantanen geleitete Ministergruppe zur Ostseesicherheit versammelte Vertreter Finnlands, Schwedens, Norwegens, Dänemarks, Estlands, Lettlands, Litauens, Polens und Deutschlands.

„Unsere Zusammenarbeit ist wichtiger denn je in der veränderten Sicherheitslage im Ostseeraum, wo Drohnen wachsende Risiken für die öffentliche Sicherheit, kritische Infrastruktur und nationale Sicherheit darstellen“, sagte Rantanen. Im Mittelpunkt stand der Aktionsplan der Europäischen Kommission zur Drohnen- und Abwehrsicherheit und die Frage, wie gemeinsame Maßnahmen nationale Anstrengungen bei Strafverfolgung, Grenzkontrolle und Abwehr hybrider Bedrohungen ergänzen können.

Der ukrainische Innenminister wurde per Video zugeschaltet, um die umfangreiche Erfahrung des Landes bei der Drohnenabwehr zu teilen. Die Minister betonten, dass Vorfälle keine Landesgrenzen kennen und ein abgestimmtes Vorgehen in der gesamten Region erfordern, und sagten der Ukraine weitere Unterstützung zu.

Finnland nutzte das Treffen, um neue Mittel zu bestätigen: 50,2 Millionen Euro in einem Nachtragshaushalt zur Stärkung der Drohnenabwehr, davon 44 Millionen Euro für den Grenzschutz und 6,2 Millionen Euro für die Polizei. Die Investition zielt auf Erkennung, Identifizierung und Abfangen von Drohnen, auch entlang der Ostgrenze.