Der Baltic Sea Hydrogen Collector (BHC) veranstaltete am 8. Juni in Helsinki sein erstes Networking-Event und brachte Wasserstofferzeuger aus Finnland und dem Ostseeraum mit mitteleuropäischen Midstream-Unternehmen zusammen. Das Ziel war praktisch: künftiges Angebot und künftige Nachfrage schon lange vor dem Bau einer Pipeline zusammenzubringen.
Organisiert wurde die Veranstaltung vom BHC-Projektteam gemeinsam mit den Projektunterstützern SEFE und VERBUND. Statt Bühne und Podium kam ein Speed-Dating-Format zum Einsatz, in dem Erzeuger und Midstreamer Projektstatus, realistische Zeitpläne, zentrale Unsicherheiten und die Signale durchgingen, die jede Seite für die nächsten Entwicklungsschritte braucht. Auf der einen Seite standen Unternehmen, die Wasserstoffprojekte entwickeln und Zugang zur europäischen Nachfrage suchen; auf der anderen Midstreamer, die prüfen, wie finnischer und baltischer Wasserstoff über eine direkte Pipeline industrielle Nachfragezentren erreichen könnte.
Kurze Beiträge kamen von Olli Sipilä, Geschäftsführer von Gasgrid; Mogens Holm von der Boston Consulting Group; Markku Kivistö von Business Finland; und Antti Ritala von der staatlichen Investmentgesellschaft Tesi. H2Global führte einen Workshop zu seinem neuen Pipelinekonzept durch.
Das Argument der Organisatoren: Grenzüberschreitende Wasserstoffkorridore entstehen nicht durch Infrastruktur allein – Erzeuger, Abnehmer, Investoren und Entwickler brauchen ein gemeinsames Verständnis davon, was parallel geschehen muss und wann. Wenn jede Seite darauf wartet, dass sich die andere zuerst festlegt, bildet sich nie ein Markt. Die physische Verbindung bleibt das langfristige Ziel, doch der BHC betont, dass die kommerzielle Verbindung zwischen Angebot und Nachfrage zuerst kommen muss.







