Deutschland hat zwischen Januar und Juli 2026 587 Windenergieanlagen mit zusammen 3.948 MW in Betrieb genommen, gegenüber 484 Anlagen und 2.584 MW im Vorjahreszeitraum — ein Plus von 53 Prozent bei der Leistung.

Treiber war Offshore. Im Vergleichszeitraum 2025 ging keine einzige Offshore-Anlage ans Netz; in diesem Jahr waren es 92 Anlagen mit rund 1.194 MW. Der Großteil entfiel auf Borkum Riffgrund 3 und He Dreiht von EnBW, hinzu kamen zwei Anlagen im Nordseecluster 1.

Bei Photovoltaik blieb es nahezu unverändert: 484.530 neue Anlagen mit 9.572 MW gegenüber 581.765 Anlagen und 9.464 MW im Vorjahr — knapp 17 Prozent weniger Systeme bei rund 1 Prozent mehr Leistung. Die Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Die Erzeugung folgte demselben Trend. Die deutsche Windeinspeisung erreichte vom 1. Januar bis 20. August 2026 82,31 Milliarden kWh gegenüber 73,09 Milliarden kWh zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Europaweit lieferte Wind im Zeitraum 285,36 Milliarden kWh nach 264,52 Milliarden kWh.

Die Offshore-Erholung ist die eigentliche Kennzahl. Die deutsche Pipeline galt nach der Nullrunde weithin als ins Stocken geraten — doch die jetzt ans Netz gehende Leistung wurde Jahre zuvor kontrahiert. Die heutigen Inbetriebnahmezahlen spiegeln Entscheidungen wider, die lange vor der aktuellen Auktionsdebatte fielen.

Quelle: IWR Energieletter 33 und 34/2026, Marktstammdatenregister.