Polenergia, Polens größte private Energiegruppe, hat im ersten Quartal 2026 die ersten Turbinenfundamente an den Offshore-Windparks Bałtyk 2 und 3 in der Ostsee installiert. Der Meilenstein markiert einen bedeutenden Schritt bei der größten Offshore-Windenentwicklung in der Geschichte Polens, die gemeinsam mit dem norwegischen Unternehmen Equinor realisiert wird.
Die beiden Projekte haben eine kombinierte Kapazität von 1,44 GW und sollen rund zwei Millionen polnischen Haushalten Strom liefern. Zu den Meeresarbeiten im Quartal gehörten Steinschüttungen auf dem Meeresgrund zum Schutz der Unterwasserinfrastruktur, nach denen die ersten Turbinenfundamente plangemäß installiert wurden. Auch beim landseitigen Ausbau wurden Fortschritte erzielt. „Im ersten Quartal begannen die Meeresarbeiten an den gemeinsam mit Equinor entwickelten Windparks Bałtyk 2 und 3 — Projekten, die 1,44 GW in das polnische Energiesystem einspeisen werden. Die ersten Fundamente wurden erfolgreich installiert und realisieren damit ein wegweisendes Vorhaben, das auch Polens Energiesicherheit stärken wird”, sagte Adam Purwin, Vorstandsvorsitzender von Polenergia.
Polenergia und Equinor entwickeln gemeinsam auch ein drittes Offshore-Projekt, Bałtyk 1, mit einer Kapazität von bis zu 1,56 GW. Ende 2025 gewann das Projekt einen 25-jährigen Differenzvertrag, und im ersten Quartal 2026 erhielt es einen Umweltbescheid für die Netzanschlussinfrastruktur; die technische Planung und das Genehmigungsverfahren laufen weiter.
Die Gruppe meldete einen konsolidierten Umsatz von knapp 925 Millionen Złoty im ersten Quartal 2026 bei einem bereinigten EBITDA von 155,4 Millionen Złoty und einem Nettogewinn von 60,4 Millionen Złoty. Bereinigt um Einmaleffekte — darunter der positive Erlös aus dem Verkauf des Gaskraftwerks Nowa Sarzyna für 139,7 Millionen Złoty — lag das zugrunde liegende EBITDA bei 126 Millionen Złoty und der bereinigte Nettogewinn bei 14,8 Millionen Złoty. Ein schwächeres Windaufkommen im Vergleich zum Vorjahr belastete die Erzeugungsmengen aus dem bestehenden 642-MW-Portfolio an Wind- und Solaranlagen in Polen, das im Quartal 337 GWh grünen Strom erzeugte.
Für 2027 hat Polenergia bereits 80 Prozent der prognostizierten Energieproduktion zu einem Durchschnittspreis von 402 Złoty pro MWh kontrahiert. Ende März waren 83 Prozent der Verbindlichkeiten gegen Zinsrisiken abgesichert, und die Gruppe verfügte über mehr als eine Milliarde Złoty an liquiden Mitteln. Das langfristige Ziel des Unternehmens ist ein EBITDA von 1,6 Milliarden Złoty bis 2030.





