Die Region Westpommern entwickelt sich zu einem zentralen Drehkreuz des polnischen Offshore-Wind-Ausbaus: Die Häfen Szczecin und Świnoujście werden zu bedeutenden Installations- und Fertigungsstandorten ausgebaut, wie aus einer Analyse des norwegischen Branchenclusters Norwegian Offshore Wind hervorgeht. Die Region zieht neben der Hafeninfrastruktur auch Investitionen in die Fertigung von Gondeln, Türmen und Komponenten an.

Im Zentrum steht das Świnoujście Offshore Terminal, Polens erster dedizierter Installationshafen für Offshore-Windenergie. Das 2025 von ORLEN Neptun eröffnete Terminal ist voll in Betrieb; 70 Prozent der Kapazität sind für Offshore-Windprojekte in der Region gebucht. Die Anlage vereint Installations- und Marshalling-Funktionen und ermöglicht Lagerung, Vormontage und Verladung.

Das Terminal ist für 15-MW-Turbinen und die größten Installationsschiffe ausgelegt und kann Monopiles, Jackets, Türme, Rotorblätter, Gondeln sowie Umspannplattform-Topsides mit bis zu 24.000 Tonnen abfertigen. “Das Świnoujście Offshore Terminal soll eine Plattform für den Aufbau der Offshore-Wind-Lieferkette in der Ostsee sein. Wir sehen ein starkes und wachsendes Interesse polnischer wie internationaler Partner”, sagte Paweł Nowak, Business Development Manager des Terminals bei ORLEN Neptun.

Über polnische Projekte hinaus soll das Terminal Vorhaben in Dänemark, Deutschland, Schweden und den baltischen Staaten bedienen. Projekte wie BC-Wind (Ocean Winds) und Baltica 2 (PGE/Ørsted) werden bereits von Świnoujście aus unterstützt; zudem ist der Hafen zentral für ORLENs Pipeline künftiger Windparks, darunter Baltic East und Baltic West.

Die Analyse verweist auf Chancen für internationale Zulieferer bei Installation, Marineoperationen, Lieferkettenintegration und Logistik — die Lieferketten der Region befinden sich noch im Aufbau. Norwegian Offshore Wind organisiert vom 18. bis 20. August 2026 eine Marktreise in die Region.