KN Energies, Betreiber des litauischen LNG-Terminals Klaipėda, hat eine langfristige Vergabe von Regasifizierungskapazitäten für 2033–2044 abgeschlossen und dabei mehr als 20 Terawattstunden (TWh) gebucht: 8 TWh bis 2044 und weitere 12 TWh bis 2040. Fünf Kunden buchten Kapazität: das litauische Ignitis, das lettische Latvenergo, das norwegische Equinor sowie erstmals das finnische Gasum und die ukrainische Naftogaz.
Energieminister Žygimantas Vaičiūnas erklärte, das Ergebnis bestätige die strategische Bedeutung des Terminals für die Energiesicherheit des Ostseeraums und Europas; den Einstieg von Naftogaz und Gasum nannte er ein Signal des Vertrauens in die litauische Infrastruktur und der wachsenden Rolle des Terminals — von der Ostsee bis nach Nordeuropa und in die Ukraine. KN-Energies-Chef Darius Šilenskis sagte am 10. Juni auf dem Baltic LNG & New Energies Forum in Klaipėda, die Buchungen bestätigten die vor über 15 Jahren getroffene Entscheidung zum Bau des Terminals.
Das im März 2026 gestartete Verfahren bot bis zu 28 TWh pro Jahr in sieben gleichen 4-TWh-Paketen über Laufzeiten von acht oder zwölf Jahren; rund 1 TWh entspricht einer konventionellen LNG-Ladung. Zusammen mit einem 2023 vergebenen 4-TWh-Paket erreicht die Gesamtauslastung etwa 75% der nominellen Kapazität. Nicht vergebene Kapazitäten können über erneute Langfrist- und Jahresverfahren angeboten werden, wobei bestehende Langfristkunden Vorrang bei den Ladefenstern haben.
Für den Gasmarkt im Ostsee- und Nordeuropa-Raum fungiert das Terminal zunehmend als strategisches Tor, über Amber Grid und regionale Interkonnektoren an das weitere System angebunden. Šilenskis verwies darauf, dass die Buchungen einem breiteren europäischen Trend entsprechen — zuletzt boten oder vergaben Terminals in Kroatien, Griechenland, den Niederlanden, Deutschland und Polen Langfristkapazitäten.






