Ein deutsches Unternehmen für elektrotechnische Dienstleistungen hat für einen selbst entwickelten EZA-Regler die endgültige Zertifizierung erhalten — eine Komponente, die zur Netzanbindung von Wind-, Solar- und Hybridkraftwerken dient.
Die in Bremen ansässige energy grid service GmbH teilte mit, sie habe für ihren EZA-Regler P6-EnergyControlSystem 3.1 das endgültige Komponentenzertifikat nach den Netzanschlussregeln VDE-AR-N 4110 und VDE-AR-N 4120 erhalten. Damit ist der Regler für den Einsatz in Erzeugungsanlagen am Mittel- und Hochspannungsnetz freigegeben.
Der EZA-Regler bildet die Schnittstelle zwischen Erzeugungsanlage und Netzbetreiber und regelt die Wirk- und Blindleistung am Netzanschlusspunkt. Er verarbeitet Sollwerte und Rückmeldungen und koordiniert die verschiedenen Erzeugungseinheiten innerhalb einer Anlage. Nach Angaben des Unternehmens ist das System herstellerunabhängig und lässt sich in Windparks, Photovoltaikanlagen sowie Hybrid- und Mischparks einsetzen, wobei unterschiedliche Anlagenhersteller, Parksteuerungen und Kommunikationsschnittstellen in ein gemeinsames Regelungskonzept integriert werden.
Das Zertifikat bestätigt, dass der Regler die Anforderungen der VDE-Anwendungsregeln 4110 und 4120 erfüllt; es ist bereits im ZEREZ, dem zentralen Register für Einheiten- und Komponentenzertifikate der FGW e.V., abrufbar. Für Projektentwickler und Betreiber schafft ein zertifizierter Regler eine belastbare Grundlage für die umfassendere Anlagenzertifizierung, die Netzanschlussprojekte erfordern.
„Diese Zertifizierung ist für uns weit mehr als ein formaler Nachweis”, sagte Oliver Klausch, Geschäftsführer der energy grid service GmbH. „Sie bestätigt den hohen technischen Anspruch, den wir an unsere Produkte stellen, und ist das Ergebnis mehrjähriger Entwicklungsarbeit unseres Teams.”
energy grid service entstand 2023 aus dem Zusammenschluss von wpd windmanager technik, Deutsche Windtechnik Umspannwerke und Oltec Service. Der unabhängige Dienstleister konzentriert sich auf die elektrotechnische Infrastruktur von New-Energy-Projekten in Deutschland und beschäftigt rund 130 Mitarbeitende an vier Standorten. Netzanschluss- und Regelungstechnik dieser Art ist zentral für die Integration der wachsenden Wind- und Solarkapazitäten in Deutschland und im weiteren Ostseeraum.








