Der deutsche Betreiber ENOVA hat das Repowering seines Windparks Gehrde im Landkreis Osnabrück abgeschlossen und den Standort nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit in den Regelbetrieb überführt.
Drei Anlagen des Typs Enercon E-138 EP3 E2 mit jeweils 138 Metern Rotordurchmesser und 230 Metern Gesamthöhe ersetzen vier Enercon E-66 aus dem Jahr 2002. Der neu errichtete Standort verfügt über eine Gesamtleistung von 12,6 MW und einen prognostizierten Jahresertrag von 33.000 MWh – genug, um rund 12.000 Zwei-Personen-Haushalte zu versorgen.
„Mit dem Repowering in Gehrde zeigen wir, welches Potenzial in bestehenden Windparkstandorten steckt. Durch moderne Anlagentechnik lässt sich die Stromerzeugung deutlich steigern, ohne zusätzliche Flächen in Anspruch zu nehmen“, sagte Hendrik Böschen, Chief Operations Officer bei ENOVA. Das Unternehmen hatte den Standort im April 2024 erworben, die BImSchG-Genehmigung lag bereits im Februar 2024 vor, der Rückbau der Altanlagen begann Mitte Februar 2025.
ENOVA betreibt mehr als 1 GW Onshore-Leistung und zählt zu den größeren Onshore-Windbetreibern Deutschlands, mit dem Ziel von 3 GW im Bestand bis Ende 2030. Für den Ostseeraum wird Repowering zu einem zentralen Hebel: Der Ersatz von Anlagen aus den frühen 2000er-Jahren auf genehmigten Flächen schafft Leistung ohne die Genehmigungsverzögerungen, die Neuprojekte bremsen.








