Subsea Cable Assets (SCA) hat die Vermietung von Kabelkarussells in sein Leistungsangebot aufgenommen. Betreiber erhalten damit Karussellkapazität für die Dauer eines Projekts, ohne eigene Anlagen kaufen und unterhalten zu müssen.
Zum Start stehen zwei Karussellsysteme mit Kapazitäten von 4.000 und 6.000 Tonnen zur Verfügung. Ein erster Mietvertrag über beide Systeme wurde mit einem europäischen Kunden geschlossen. SCA bezeichnet den Schritt als Investition in Millionenhöhe, nennt aber keine Summe.
Karussells dienen der Lagerung, Verladung und Handhabung von Kabeln, Flexibles und Umbilicals bei Vorhaben an Land und auf See. Sie zählen zu den physischen Engpässen von Kabelverlegekampagnen. Nach Angaben von SCA erlaubt die verwendete Fertigungstechnik, die beiden neuen Systeme auf andere Größen umzurüsten, statt sie auf eine Kapazität festzulegen.
„Karussells sind zentral für eine sichere und kontrollierte Kabelhandhabung, doch Kauf und Unterhalt einer eigenen Flotte bedeuten erhebliche Ausgaben, insbesondere bei Projekten mit schwankendem oder saisonalem Bedarf“, sagte Sil de Rijke, Chief Operating Officer bei SCA. „Unser Mietangebot setzt genau hier an und hält die Kosten proportional zur tatsächlichen Nutzung, bei den Zuverlässigkeits- und Sicherheitsstandards, die der Markt erwartet.“
Die Mietausrüstung wird zusammen mit Verladeanlagen, Kabelhandhabungsdiensten, Mobilisierungsunterstützung und operativer Durchführung angeboten. Grundlage sind Engineering- und Fertigungsstandorte des Unternehmens in Europa und in Dubai.
SCA wurde 2020 gegründet und liefert Kabelkarussells, Verladetürme, Spanner und komplette Decksausrüstungen für Kabellegeschiffe und Barges. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen weltweit mehr als 50 Karussellsysteme geliefert, darunter Einheiten mit bis zu 12.000 Tonnen Kapazität, in Projekten der Offshore-Windkraft, bei Interkonnektoren sowie im Öl-, Gas- und Subsea-Bereich.
Für die Ostsee ist vor allem die Terminplanung relevant. In der Region steht in den kommenden Jahren ein dichtes Programm an Exportkabel- und Interkonnektorarbeiten an. Der Zugriff auf Karussellkapazität ohne dauerhaften Anlagenkauf gibt Auftragnehmern eine weitere Möglichkeit, Ausrüstung auf das Zeitfenster einer Kampagne abzustimmen.








