Der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) lädt am 26. August zu einem Online-Talk darüber ein, was die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Revision des EU-Emissionshandels für Stahlbeschaffung, Investitionen und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Lieferkette bedeutet.
Die Kommission hatte ihre Vorschläge Mitte Juli veröffentlicht. Die geplanten Änderungen betreffen insbesondere die Stahlindustrie — mit unmittelbarer Relevanz für die Offshore-Windenergie: Fundamente, Türme und weitere Schlüsselkomponenten erfordern große Mengen Stahl, und die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Stahlhersteller prägt die Resilienz der Offshore-Lieferkette.
Die Runde verbindet politische und industrielle Perspektiven. Es sprechen Dr. Peter Liese (MdEP), langjähriger Experte der EVP-Fraktion für den europäischen Emissionshandel, Korbinian Ott, Geschäftsführer von Steelwind Nordenham, Alexander Heck, Director Public Affairs bei der Salzgitter AG, und Sebastian Schulte-Derne, Head of EU Office bei Ørsted.
Der Talk findet von 10:00 bis 11:00 Uhr per Zoom statt. Die Anmeldung läuft über die BWO-Website. Der Verband mit Sitz in Berlin wird von Geschäftsführer Stefan Thimm geleitet.
Die Frage liegt an der Schnittstelle zweier Politikstränge, die selten zusammen diskutiert werden. CO₂-Bepreisung für die Schwerindustrie und Ausbauziele für Offshore-Wind entstehen in getrennten Dossiers — doch ein Monopile besteht aus rund 1.900 Tonnen Stahl. Wo dieser Stahl entsteht und zu welchen CO₂-Kosten, entscheidet zunehmend darüber, ob europäische Local-Content-Ziele im Offshore-Bereich überhaupt erreichbar sind.








