Die Deutsche WindGuard hat in der technischen Betriebsführung erstmals die Marke von einem Gigawatt überschritten. Der Leitstand des Dienstleisters aus Varel überwacht rund um die Uhr Windenergie-, Photovoltaik-, Hybrid- und Speicheranlagen mit einer Gesamtleistung von mehr als 1 GW in Deutschland und den Niederlanden.
Nach Angaben des Unternehmens zeigt die Marke, wie sich die Rolle der Betriebsführung verändert hat. Betreiber müssen den wirtschaftlichen Anlagenbetrieb sicherstellen und zugleich wachsende regulatorische, organisatorische und sicherheitsrelevante Anforderungen erfüllen. Die technische Betriebsführung entwickelt sich damit von der reinen Überwachung zur zentralen Schnittstelle.
„Unser Anspruch ist es, Betreiber im Tagesgeschäft bestmöglich zu entlasten“, sagte Nicolas Kluth, Head of Technical Management bei der Deutschen WindGuard. „Durch kurze Reaktionszeiten, klare Prozesse und fundierte technische Entscheidungen stellen wir eine hohe effektive Anlagenverfügbarkeit und optimale Performance sicher. Dreh- und Angelpunkt ist unser Leitstand: Hier erkennen wir Störungen in Echtzeit, leiten umgehend Gegenmaßnahmen ein und minimieren Ausfallzeiten.“
Dr. Dennis Kruse, Managing Director der Deutschen WindGuard, verwies auf feste Ansprechpartner je Kunde sowie auf das unternehmenseigene Windpark-Managementsystem WONDER, das Betriebsdaten, Dokumentation und Workflows zentral zusammenführt. Auf dieser Grundlage ließen sich Servicepartner, Direktvermarkter und Netzbetreiber abstimmen.
Der Leitstand trägt zudem einen Sicherheitsnachweis, der in der Ostseeregion an Bedeutung gewinnt. Bereits 2022 wies die Deutsche WindGuard als einer der ersten Anbieter technischer Betriebsführung für Windparks gegenüber dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) nach, dass ihr 24/7-Leitstand die Anforderungen an Betreiber kritischer Infrastrukturen nach § 8a BSI-Gesetz erfüllt. Tobias Künne, Head of Government, Compliance & Risk, erklärte, die Standards würden seitdem durch Prozessoptimierungen, regelmäßige Audits und wiederkehrende Nachweise weiterentwickelt, künftig gemäß § 39 BSI-Gesetz.
Die im Jahr 2000 gegründete Deutsche WindGuard bietet mehr als 60 Dienstleistungen entlang der Wertschöpfungskette der Windenergie an, darunter Consulting, Standortanalysen, naturschutzfachliche Dienstleistungen, Vermessung von Windenergieanlagen, Windkanalmessungen, technische Inspektionen, Offshore Consulting und Training. Zur Gruppe gehört auch WindGuard Certification. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 220 Mitarbeitende und unterhält Standorte in Deutschland, den USA, China und Indien.








