Die Nordex Group hat in den ersten Monaten des zweiten Quartals neue Aufträge aus Deutschland über insgesamt rund 255 MW erhalten. Die Bestellungen umfassen 14 Windprojekte mit zusammen 39 Turbinen, wie der Hamburger Hersteller mitteilte.
Kunden bestellten 19 Turbinen des Typs N163/6.X, elf Anlagen des Typs N175/6.X und neun N149-Turbinen. Alle Verträge umfassen zudem Service- und Wartungsvereinbarungen für den langfristig zuverlässigen Betrieb der Anlagen.
Eines der genannten Projekte ist der Bürgerwindpark Rheine-Catenhorn in Nordrhein-Westfalen, ein Vorhaben über 35 MW, für das Nordex fünf Turbinen des Typs N163/6.X auf 164 Meter Nabenhöhe liefert und errichtet. Der Auftrag wurde in Kooperation mit dem Projektentwickler BBWind erteilt und wird als Bürgerwindprojekt realisiert. Solche Projekte ermöglichen es Kommunen und Anwohnern, direkt an den Erlösen eines Windparks teilzuhaben und zugleich von aktueller Anlagentechnik zu profitieren.
„Für die Energiewende in Deutschland spielen Bürgerwindparks eine zentrale Rolle”, sagt Karsten Brüggemann, Vice President der Region Central bei Nordex. Nordex und BBWind arbeiten seit 2014 in Nordrhein-Westfalen zusammen und haben 26 Anlagen mit über 100 MW ans Netz gebracht; in den vergangenen Monaten kamen weitere 78 MW für Bürgerwindparks von BBWind hinzu. Die Namen der übrigen Kunden und Standorte wurden nicht genannt; Errichtung und Inbetriebnahme aller Projekte sind zwischen Sommer 2027 und Frühjahr 2028 geplant.
Für den Onshore-Markt im Ostseeraum ist das Auftragsbuch ein nützliches Signal. Die Produktlinie von Nordex konzentriert sich auf Turbinen für Länder mit begrenzten Flächen und knappen Netzkapazitäten — also auf Bedingungen, mit denen weite Teile des südlichen Ostseeraums konfrontiert sind. Die Verbindung von Bürgereigentum und Turbinenlieferung verweist auf ein Modell, das lokale Akzeptanz mit Ausbau im großen Maßstab verbindet.






