Die Konferenz PSEW 2026, das größte Windenergie-Event in Polen und Mittelosteuropa, fand vom 8. bis 10. Juni in Świnoujście (Swinemünde) statt, mit Westpommern (Zachodniopomorskie) als einem der Hauptpatrone. Das Programm umfasste Onshore- und Offshore-Wind, Netzinfrastruktur, Genehmigungen, Finanzierung und Lieferketten-Kompetenzen.

Westpommern ist Polens führende Region bei installierter Windleistung mit 2,6 GW, vor Großpolen (1,7 GW), Pommern (1,5 GW) und Kujawien-Pommern (1,0 GW). Der Eigenversorgungsgrad der Region bei Erneuerbaren wurde 2025 auf rund 130 Prozent geschätzt — sie erzeugt also mehr erneuerbaren Strom, als sie jährlich verbraucht.

Regionalmarschall Olgierd Geblewicz nannte ein Onshore-Potenzial der Woiwodschaft von 16-27 GW bei 700 Metern Abstand zur Bebauung bis 20-34 GW bei 500 Metern; die Offshore-Industrie wachse über die Offshore-Programme in Stettin und der Region — von Gondel- und Nabenfertigung über Turm- und Kabelwerke bis zum Bau von Kabelleger- und Servicestschiffen. Ein neues Programm „Europäische Windenergie-Fabrik” bezeichnete er als 15-jährige Industrie-Roadmap für den Offshore-Sektor.

Zu den Rednern zählten Staatsvermögensminister Wojciech Balczun, Klima- und Umweltministerin Paulina Hennig-Kloska und Energieminister Miłosz Motyka. Für den Ostseeraum unterstrich das Treffen, wie eng Polen den Windausbau inzwischen mit Energiesicherheit und regionaler Industriestrategie verknüpft.