Zwei europäische Turbinenhersteller haben binnen weniger Tage Bilanznachrichten vorgelegt, die nach mehreren schwierigen Jahren in dieselbe Richtung weisen.
Vestas verzeichnete ein starkes zweites Quartal: Der Gewinn stieg deutlich, zudem wurde ein Aktienrückkauf über 400 Millionen Euro angekündigt. Der Markt reagierte — Vestas war in jener Woche stärkster Wert im RENIXX und legte um 16,3 Prozent auf 27,52 Euro zu.
Enercon erklärte den Turnaround für abgeschlossen und sicherte sich eine neue Milliardenfinanzierung für den Wachstumskurs. Das Unternehmen ist nicht börsennotiert; das Signal liegt hier in der Bereitschaft der Kreditgeber, nicht im Aktienkurs.
Die Gesundheit der Hersteller ist eine Frage der Ostsee-Lieferkette, nicht nur der Aktionäre. Wer Verluste aus Festpreisverträgen verdaut, bietet ungern offensiv in neue Märkte und reserviert ungern Fertigungsslots auf Jahre. Vestas liefert für He Dreiht von EnBW und weite Teile der nordischen Flotte; Enercon ist eine Stütze des deutschen und polnischen Onshore-Marktes. Dass beide zu finanzieller Stabilität zurückfinden, erweitert das Feld glaubwürdiger Bieter für Projekte, die derzeit in die Beschaffung gehen.
Der RENIXX selbst stand am 21. August bei 1.250,9 Punkten, ein Plus von 10,66 Prozent im laufenden Jahr 2026.
Quelle: IWR Energieletter 33 und 34/2026.








