Die Logistikgruppe COLI hat einen sechsmonatigen Transport von 14 großen Leistungstransformatoren aus einem Werk von GE Vernova in der Türkei zur landseitigen Baustelle des polnischen Offshore-Windparks Baltica 2 abgeschlossen. Die Ladung wurde auf drei separat gecharterten Schiffen in drei Reisen befördert.
Die Transformatoren wurden im Werk von GE Vernova übernommen und im Terminal Safiport in Derince verladen. Zehn Einheiten mit einem Gewicht von je 110 bis 170 Tonnen wurden im Hafen Gdynia gelöscht und auf der Straße weitertransportiert. Die übrigen vier Einheiten mit je 361 Tonnen wurden per Leichter nach Władysławowo gebracht, wo eine Ro-Ro-Operation durchgeführt und ein Zwischenlager eingerichtet wurde, während die Baustelle vorbereitet wurde.
Der Landabschnitt erwies sich als schwieriger. Mehrere Brücken entlang der Route konnten das Gewicht der Ladung nicht tragen, sodass temporäre Überfahrtkonstruktionen auf den bestehenden Bauwerken montiert wurden. Die Konvois fuhren unter winterlichen Bedingungen bei Temperaturen bis minus 15 Grad Celsius, und die Fahrten mussten mit mehreren polnischen Behörden abgestimmt werden. Insgesamt waren fünf Straßenkonvois erforderlich, mit selbstfahrenden Modultransportern und hydraulischen Achslinien sowie fünf bis acht Begleitfahrzeugen.
„14 große und schwere Einheiten in drei Monaten unter schwierigen Bedingungen zur selben Baustelle zu bringen, ist nichts, was ein Spediteur alle Tage macht“, sagte Felix Peinemann, Geschäftsführer der COLI Group. Can Yılbaşı, Business Development Manager bei COLI Istanbul, das das Projekt koordinierte, verwies auf die enge Zusammenarbeit beider Seiten.
Baltica 2 ist ein Offshore-Windpark mit 1,5 GW, den die PGE Group und Ørsted im polnischen Teil der Ostsee errichten. Die Inbetriebnahme ist für 2027 vorgesehen, der Park soll aus 107 Turbinen bestehen. Die Transformatoren gehören zur landseitigen Infrastruktur, die den Windpark an das polnische Netz anbindet.
Der Transport zeigt, wie stark der polnische Offshore-Ausbau von Hafen- und Straßenkapazitäten abhängt und nicht allein von den Arbeiten auf See. Gdynia und Władysławowo wickelten Teile einer einzigen Lieferung ab, und die Route ins Landesinnere musste baulich angepasst werden, bevor die schwersten Einheiten bewegt werden konnten. Für COLI war es das zweite Projekt direkt mit dem GE-Vernova-Team in Polen.








