Der Ausbau der Windenergie in Deutschland hat im ersten Halbjahr 2026 deutlich angezogen – Haupttreiber ist der wiederbelebte Offshore-Ausbau, wie aktuelle Daten der Bundesnetzagentur zeigen, über die der IWR-Pressedienst berichtet. Die Zahl neuer Photovoltaik-Installationen ging im gleichen Zeitraum zurück.

Das Offshore-Comeback folgt auf einen starken Jahresauftakt: Im ersten Quartal 2026 stieg der Windenergie-Zubau um fast 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die Erzeugung legt zu – zwischen dem 1. Januar und dem 9. Juli speisten deutsche Windparks 71,66 Milliarden kWh ins Netz ein, nach 63,35 Milliarden kWh im Vorjahreszeitraum.

In dieselbe Richtung weisen die Signale aus der Industrie: Die Nordex Group verbuchte im zweiten Quartal 2026 einen Auftragseingang von 3,1 GW – ein Plus von 32 Prozent bei stabilen Preisen –, darunter eine Bestellung des Projektentwicklers UKA über 100 Anlagen mit rund 700 MW. Der Entwickler wpd sicherte sich 156,9 MW in einer stark überzeichneten BNetzA-Ausschreibung.

Die Dynamik baut auf dem Rekordjahr 2025 auf, in dem die deutschen Wind-Ausschreibungen die Marke von 10.000 MW überschritten. Für die Ostseeregion ist das deutsche Comeback ebenfalls relevant: Offshore-Projekte in Nord- und Ostsee teilen sich Errichterschiffe, Häfen und Zulieferer mit dem Ausbau in Polen und den nordischen Ländern.