Windparks in Deutschland haben zwischen dem 1. Januar und dem 3. September 2026 rund 87,46 Milliarden Kilowattstunden ins Netz eingespeist, gegenüber 76,65 Milliarden kWh im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Zahlen des Energieforschungsinstituts IWR hervor. Der Zuwachs beträgt damit rund 14 Prozent und umfasst Onshore- und Offshore-Erzeugung zusammen.
Die deutsche Solarstromerzeugung entwickelte sich im selben Zeitraum in dieselbe Richtung: 67,80 Milliarden kWh gegenüber 60,62 Milliarden kWh ein Jahr zuvor. Europaweit beziffert das IWR die Windeinspeisung vom 1. Januar bis 3. September auf 298,64 Milliarden kWh, verglichen mit 278,16 Milliarden kWh im entsprechenden Zeitraum 2025.
Für die europäischen Zahlen gilt ein Vorbehalt. Das IWR weist darauf hin, dass die europäischen Einspeisedaten der Woche unvollständig sind, weil eine Datenmigration bei ENTSO-E nicht erfolgreich verlief; ein weiterer Versuch war für den 7. September vorgesehen. Die deutschen Werte sind davon nicht betroffen.
Der Erzeugungstrend trifft auf einen deutlich angespannteren Brennstoffmarkt. Brent-Rohöl zur Lieferung im November notierte bei 95,17 US-Dollar je Barrel, gegenüber 67,06 Dollar ein Jahr zuvor. Die deutschen Gasspeicher waren am 3. September zu 53,67 Prozent gefüllt, nach 51,66 Prozent in der Vorwoche. Der europäische CO2-Preis schloss bei 83,61 Euro je Tonne, verglichen mit 74,38 Euro im Vorjahr.
Diese Kombination ist für den Ostseemarkt ebenso relevant wie für den deutschen. Höhere Preise für fossile Energieträger heben den Großhandelspreis, gegen den Wind antritt, während ein starkes Windjahr die Zahl der Stunden erhöht, in denen Wind den Preis setzt und drückt. Die Füllstände vor der Heizsaison entscheiden darüber, wie viel dieses Drucks bei den Verbrauchern ankommt.
Was die Zahlen nicht zeigen, ist die in diesem Jahr hinzugekommene Leistung im Verhältnis zu Kapazität, die einen Zuschlag erhalten hat, aber noch nicht gebaut ist. Die Einspeisung bildet den bereits laufenden Bestand ab, der zu großen Teilen vor Jahren genehmigt wurde.








