Die Europäische Kommission hat die Aufnahme Norwegens als neues Mitglied der EU-Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR) bekanntgegeben. Damit wächst die Mitgliederzahl auf neun Länder. Norwegen schließt sich Schweden, Dänemark, Estland, Finnland, Deutschland, Lettland, Litauen und Polen an.
Norwegens Außenminister Espen Barth Eide erklärte, die Entscheidung eröffne neue Kooperationskanäle: “Sie gibt uns neue Möglichkeiten, in wichtigen Bereichen wie maritimer Zusammenarbeit, Überwachung und Sicherheit mitzuwirken und zur Kohäsion und Resilienz in unserer Nachbarschaft beizutragen.”
Norwegen verfügt über mehr als 28 Jahre Interreg-Erfahrung im Ostseeraum. Minister Bjørnar Selnes Skjæran betonte: “Ich glaube, dass die Mitgliedschaft die Zusammenarbeit für regionale Entwicklung stärken und resilientere Regionen von Nord nach Süd fördern wird.”
Norwegische öffentliche und private Akteure, Unternehmen und Forschungsgemeinschaften werden zu Kooperationsprojekten in Energie, maritimer Sicherheit, Transport, Innovation und Raumplanung eingeladen. Der Umfang der Kooperationsmöglichkeiten wird nun ausgeweitet.
Für den Offshore-Windsektor ist Norwegens formelle Aufnahme in die EUSBSR bedeutsam. Norwegen ist ein wichtiger Akteur bei Offshore-Windtechnologien und Lieferketten. Eine engere Integration in die Ostsee-Governance könnte neue Wege für grenzüberschreitende Projektentwicklung und regulatorische Angleichung erschließen.



