Der schwedische Rüstungskonzern Saab hat mit der PGZ-Gruppe, Polens größtem Verteidigungskonzern, ein Strategisches Kooperationsabkommen im Marinebereich unterzeichnet. Es umfasst Service und Lebenszyklusunterstützung für Überwasser- und Unterwasserfahrzeuge, die Integration der Marinesparte von PGZ in Saabs Lieferkette sowie gemeinsame Exportchancen für Plattformen inklusive Rettungsschiffe.

Beide Unternehmen planen zudem die Gründung eines Unterwassertechnologiezentrums in Polen und evaluieren gemeinsam Produktion und Vermarktung von Saabs Autonomem Meeresdrohne sowie die Kooperation bei einem Schwergewichtstorpedo-Programm. Das Abkommen baut auf einem im September 2025 auf der MSPO in Kielce unterzeichneten Memorandum und einem weiteren Abkommen zu U-Boot-Wartung im Rahmen von Polens Orka-Programm vom März 2026 auf.

Saab-CEO Micael Johansson erklärte: “Dieses Abkommen spiegelt ein starkes Engagement für eine vertiefte Partnerschaft zwischen der polnischen und schwedischen Industrie wider und trägt zur Sicherheit in der Ostsee und der östlichen Flanke der NATO bei.”

Die Unternehmen erkunden auch Kooperationsmöglichkeiten bei Verteidigungslösungen für Multi-Domain-Operationen und die Produktion von Mörsermunition in Polen.

Das Abkommen gehört zu den bedeutendsten bilateralen Rüstungsindustriepartnerschaften im Ostseeraum der letzten Jahre — zu einem Zeitpunkt, da Polen und Schweden, das 2024 der NATO beitrat, stark in Marine- und Küstenverteidigungsfähigkeiten entlang der Ostflanke investieren.