Ein 2025 veröffentlichter Bericht der britischen Marine Accident Investigation Branch (MAIB) hat einen Motorfehler und anschließenden Brand an Bord der Kommandor Susan — einem Servicefahrzeug für Offshore-Windparks — auf nicht-originale Komponenten zurückgeführt, die bei einer Hauptüberholung im Jahr 2019 eingebaut worden waren.

Die Untersuchung ergab, dass die nicht-originalen Lager, die während der Überholung eingebaut worden waren, eine schwächere Materialbindung aufwiesen als Originalteile. Diese Degradation führte zu einem mechanischen Versagen, das letztlich einen Brand im Maschinenraum auslöste. Die Besatzung blieb unverletzt, doch der Vorfall wird als ernste Warnung für den Offshore-Sektor in Bezug auf Wartung und Ersatzteilbeschaffung angesehen.

Im Offshore-Windbereich arbeiten Servicefahrzeuge wie die Kommandor Susan unter anspruchsvollen Bedingungen, oft weit von Häfen entfernt und bei rauem Wetter. Die Zuverlässigkeit der Ausrüstung ist in diesem Umfeld besonders kritisch — ein mechanisches Versagen kann nicht einfach durch eine nahegelegene Werkstatt behoben werden. Der MAIB-Bericht reiht sich in eine wachsende Zahl von Belegen ein, die nicht autorisierte oder Graumarkt-Ersatzteile mit vermeidbaren Seeunfällen in Verbindung bringen.

Der Fall wird von Anbietern authentifizierter Schiffskomponenten als Beleg für die Sicherheits- und Haftungsrisiken von Graumarkt-Teilen verbreitet. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass mit dem Wachstum der Offshore-Flotte und der Alterung bestehender Fahrzeuge die Integrität der Lieferkette zu einem immer bedeutsameren operativen Thema wird — eines, das Flottenoperatoren und Windparkentwickler systematischer in ihren Wartungsverträgen und Beschaffungsverfahren berücksichtigen müssen.