WindEurope hat die Bewerbungen für Hack the Climate 2026 geöffnet, einen Branchen-Hackathon, der vom 28. bis 30. September in Dublin stattfindet. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit ESB, Hitachi Energy, Microsoft und SSE Airtricity organisiert und lädt Teams ein, praktische Lösungen für eine der wachsenden Netzherausforderungen Europas zu entwickeln: die Abregelung erneuerbarer Energien (Curtailment).
Curtailment tritt auf, wenn sauberer Strom aus Wind und Sonne nicht vom Netz aufgenommen werden kann und abgeschaltet wird. Da Europa erneuerbare Kapazitäten schneller zubaut, als es die Netze verstärkt, ist die Menge ungenutzter Erzeugung zu einem messbaren Kostenfaktor der Energiewende geworden. Die Teilnehmenden arbeiten mit realen Energiedatensätzen und Microsoft-KI-Werkzeugen, um Ansätze zu entwickeln, die Curtailment vorhersagen, verringern oder beseitigen.
Nach Angaben der Organisatoren sollen die Siegerbeiträge einen klaren Mehrwert nachweisen und zeigen, wie eine Lösung von Erzeugern, Netzbetreibern oder großen Energieverbrauchern eingesetzt werden könnte. Der Wettbewerb richtet sich an Data Scientists, Softwareentwickler, Energiefachleute und KI-Spezialisten. Bewerben können sich Teams von drei bis fünf Personen; die Plätze sind auf 20 Teams begrenzt und werden nach Eingang vergeben. Die Preisgelder betragen bis zu 10.000 Euro.
Das Thema ist für die Ostseeregion unmittelbar relevant, wo die Windkapazitäten an Land und auf See rasch zunehmen und die Netzflexibilität zu einer zentralen Grenze weiterer Entwicklung wird. Werkzeuge, die Curtailment begrenzen, haben klaren Nutzen in Märkten wie Polen, Deutschland und den nordischen Ländern.








