Schwedens Kreisbehörden (Länsstyrelserna) haben zwischen 2021 und 2025 insgesamt 130 großskalige Batterieparks mit einer kombinierten installierten Leistung von über 5 Gigawatt genehmigt, so ein neuer Bericht von Green Power Sweden. Die kumulierte Kapazität übersteigt den Gesamtstrombedarf Stockholms mehr als dreifach.

Die genehmigten Projekte verfügen über eine kombinierte Speicherkapazität von knapp 10 Gigawattstunden (GWh). Bei einem Lade-Entlade-Zyklus von 1,5 Mal täglich könnten die Parks zusammen rund 5 Terawattstunden Strom pro Jahr liefern — so viel wie der Haushaltsstromverbrauch von einer Million schwedischer Einfamilienhäuser. Die Zahlen erfassen alle Projekte, die nach dem schwedischen Umweltgesetzbuch eine Umweltkonsultation oder Genehmigungsanträge durchlaufen haben, einschließlich Batteriespeicher, die mit Solar- und Windanlagen verbunden sind.

“Batteriespeicher sind das Schweizer Taschenmesser des Energiesystems — sie tragen zu Stabilität, Planbarkeit und niedrigeren Kosten bei”, sagte Nils Grunditz, CEO von Green Power Sweden. “Der schnelle Ausbau unterstützt die Elektrifizierung und ermöglicht es, mehr Solar- und Windenergie zu nutzen.” Lars Andersson, Leiter Energiesysteme und Speicherung des Verbands, ergänzte, dass Batterien bereits heute großen Nutzen bringen, ihr Potenzial jedoch weiter wächst — und dass politische Entscheidungen zur Erleichterung des Netzanschlusses und zur Festlegung von Speicherkapazitätszielen jetzt dringend gefragt sind.

Der Bericht enthält fünf politische Empfehlungen: Einführung einer nationalen Batteriespeicherstrategie; Schaffung eines zweckmäßigen Rechtsrahmens für Energiespeicherung; Abschaffung von Doppelbesteuerung und Doppelbelastung; Erleichterung von Netzanschluss und -betrieb; sowie Einführung standardisierter Sicherheitsklassifikationen zur Stärkung der Notfallvorsorge. Green Power Sweden fordert die Regierung auf, in allen fünf Bereichen zügig zu handeln.