Ignitis Renewables, das baltische Grünstromunternehmen, gehört zu den ersten Entwicklern von Batteriespeichern im industriellen Maßstab in Litauen – während das Land versucht, mit einem schnell wachsenden Bestand an Wind- und Solaranlagen Schritt zu halten. Die Gruppe baut drei Batterieparks mit zusammen 291 MW Leistung und 584 MWh Speicherkapazität.

Zwei der Projekte liegen neben bestehenden Windparks von Ignitis Renewables bei Kelmė und Mažeikiai; das dritte befindet sich nahe dem Pumpspeicherkraftwerk Kruonis, das von Ignitis Gamyba betrieben wird. Die Bündelung von Speichern mit vorhandener Erzeugung und Netzanschlüssen halte Bauaufwand und Umweltauswirkungen gering, so das Unternehmen.

„Speichersysteme sind wie Sicherheitspolster des Stromnetzes“, sagte Algirdas Dučinskas, Leiter Energiespeicherung bei der Ignitis Group. „Sie erlauben es, überschüssige Energie zu speichern und dann zu nutzen, wenn sie am dringendsten gebraucht wird – sie helfen, Erzeugung und Verbrauch auszugleichen, sichern eine stabile Versorgung und erhöhen die Zuverlässigkeit des Energiesystems.“ Die Batterien laden, wenn Solar- oder Windertrag hoch ist, und speisen während der Abendspitzen oder bei windstillen, bewölkten Phasen ein.

Das Unternehmen erwartet bis 2030 eine Verfünffachung der europäischen Speicherkapazität und verweist auf ein System, das nicht nur grüner, sondern auch flexibler und widerstandsfähiger ist. Für die baltischen Staaten, die sich 2025 mit dem kontinentaleuropäischen Netz synchronisiert haben und rasch Erneuerbare zubauen, werden Speicher zu einem der wichtigeren Teile des Puzzles – sie glätten Preise und stärken die Energiesicherheit der Region.