Weltweit wurden 2025 rekordverdächtige 664 GW Photovoltaikleistung installiert – das geht aus dem am 22. Juni in München veröffentlichten Global Solar Market Outlook 2026-2030 von SolarPower Europe hervor. Die weltweite Solarflotte überschritt Anfang 2026 die Marke von 3 TW und hat sich in nur vier Jahren verdreifacht. Dennoch verlangsamte sich das jährliche Wachstum auf 12 Prozent – ein Zeichen, dass der Markt in eine neue Phase eintritt.
Solar machte 2025 77 Prozent der gesamten neu installierten Leistung aus erneuerbaren Energien aus, die Solarstromerzeugung erreichte 2.778 TWh, rund 9 Prozent der weltweiten Stromnachfrage. Der Markt bleibt stark konzentriert: China installierte 382 GW, also 57 Prozent der weltweiten Summe, während Indien mit 45,7 GW zum zweitgrößten nationalen Markt aufstieg und die USA überholte. Als einzelner Block kam die EU-27 auf 67,2 GW.
Der Bericht prognostiziert den ersten Rückgang seit mehr als 20 Jahren: Die Installationen sollen 2026 um 8 Prozent auf 612 GW sinken, vor allem wegen eines erwarteten Rückgangs um 24 Prozent in China nach politischen Änderungen. Ab 2027 soll das Wachstum wieder anziehen, mit jährlichen Zubauten von rund 864 GW und einer Gesamtleistung von etwa 6,6 TW bis 2030.
SolarPower-Europe-Geschäftsführerin Walburga Hemetsberger sagte, die Verlangsamung spiegele eine neue Realität wider, in der es beim Solarausbau weniger um zusätzliche Leistung als um deren Integration gehe: „In immer mehr Märkten wird der Ausbau zunehmend durch Herausforderungen der Systemintegration begrenzt – von Netzengpässen über Abregelung bis zu negativen Preissignalen.“ Der Bericht benennt Netze, Batteriespeicher und weitere Flexibilität als entscheidenden Engpass – mit direkter Relevanz für den Ostseeraum, wo Netzkapazität und grenzüberschreitende Verbindungen bestimmen, wie viel erneuerbarer Strom tatsächlich genutzt werden kann.







