Die The smarter E Europe 2026 ist am 25. Juni nach drei Tagen auf der Messe München zu Ende gegangen. Nach Angaben der Veranstalter beteiligten sich 2.650 Aussteller aus 52 Ländern, rund 105.000 Fachbesucher aus 163 Ländern kamen auf das Gelände. Mehr als 66 Prozent der Aussteller stammten aus dem Ausland.

Die Messe vereint vier parallele Fachmessen — Intersolar Europe, ees Europe, Power2Drive Europe und EM-Power Europe — zu Solarenergie, Batteriespeichern, Elektromobilität und Energiemanagement. Vier Fachkonferenzen am 22. und 23. Juni, vor Beginn der Hauptmesse, zogen mehr als 3.000 Teilnehmende an. Das diesjährige Leitthema „Renewables 24/7“ befasste sich damit, wie Solar-, Wind-, Speicher- und intelligente Netztechnologien die Stromversorgung rund um die Uhr sicherstellen können.

Eine gleichnamige Sonderschau zeigte, wie ein künftiges Energiesystem elektrischer, dezentraler, digitaler und flexibler werden kann und wie Gebäude und Elektrofahrzeuge vom reinen Verbraucher zum aktiven Teilnehmer werden. „Nur wenn wir Strom intelligent speichern, steuern und genau dann nutzen, wenn er besonders günstig und grün ist, schaffen wir ein Energiesystem, das für Kundinnen und Kunden bezahlbar und gut fürs Netz ist“, sagte Bastian Gierull, CEO von Octopus Energy Germany.

Markus Elsässer, Gründer und Geschäftsführer des Veranstalters Solar Promotion, bezeichnete fossile Energien als „Auslaufmodell“ und verwies darauf, dass die Erneuerbaren Zuverlässigkeit, Resilienz und Effizienz unter Beweis gestellt hätten. Deutschland erzeugt bereits rund 60 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen, gibt aber zugleich etwa 80 Milliarden Euro pro Jahr für den Import fossiler Energien aus.

Die Veranstaltung fand auch politische Beachtung. Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, erklärte, bei der Energiewende gehe es längst um rund 440.000 Arbeitsplätze, wirtschaftliche Resilienz und nationale Sicherheit, nicht allein um Klimaschutz. Für den Ostseeraum, in dem Deutschland, Polen und die nordischen Staaten Offshore-Windkraft und Netzverbindungen ausbauen, verweisen die gezeigten Technologien darauf, wie eine durchgängige Versorgung mit erneuerbarem Strom in der Praxis gesteuert werden könnte. Die nächste Ausgabe ist für den 8. bis 10. Juni 2027 in München geplant.