Die jüngste deutsche Ausschreibung für Windenergie an Land war deutlich überzeichnet; Kunden der Einkaufsgemeinschaft Routing Energy sicherten sich Zuschläge über 90,1 MW.

Die Bundesnetzagentur hat die Ergebnisse der Ausschreibung für Windenergie an Land zum Gebotstermin 1. Mai 2026 vorgelegt. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 2.495 MW gingen 628 Gebote mit einem Volumen von 6.409 MW ein — mehr als das Zweieinhalbfache der verfügbaren Kapazität. Der starke Wettbewerb drückte die Zuschlagswerte weiter: Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert sank auf 5,06 ct/kWh, nach 5,54 ct/kWh in der Vorrunde.

In diesem Umfeld erhielten Kunden der in Husum ansässigen Routing Energy Zuschläge für 13 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 90,1 MW.

„Eine frühzeitige Einkaufsstrategie und starke Herstellerpartnerschaften leisten einen wichtigen Beitrag zum Erfolg von Windenergieprojekten“, sagte Matthias Frauen, Geschäftsführer von Routing Energy, und verwies auf den Wert eines professionellen Einkaufs in einer stark überzeichneten Runde.

Routing Energy ist seit 2010 als unabhängiger Partner auf die Beschaffung von Windenergieanlagen spezialisiert. Als Einkaufsgemeinschaft bündelt das Unternehmen Projekte und Volumina, um Rahmenvereinbarungen zu sichern und Projektierer und Betreiber bei technischen, vertraglichen und organisatorischen Fragen zu unterstützen. Nach eigenen Angaben hat Routing Energy mehr als 560 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von über 2 GW vermittelt.

Das Ergebnis unterstreicht den anhaltenden Druck in den deutschen Onshore-Windauktionen, in denen die wiederholte Überzeichnung die Zuschlagspreise stetig senkt.