Electrum betreut in Polen inzwischen mehr als 4 GW erneuerbare Erzeugungsleistung im Rahmen von Betriebsführungs- und Wartungsverträgen (O&M). Vor weniger als einem Jahr lag das betreute Portfolio noch bei knapp 3 GW.
Eine Aufschlüsselung nach Technologien, Angaben zu einzelnen Kunden oder zu Vertragswerten machte das Unternehmen nicht. Die Zahl sei vor allem ein Maß für die Größenordnung, so Electrum; entscheidender sei, dass das operative Anlagenmanagement derzeit ebenso schnell an Bedeutung gewinne wie der Zubau neuer Kapazitäten.
Der Trend folgt der Altersstruktur des polnischen Erneuerbaren-Parks. Ein großer Teil der Onshore-Wind- und Solarleistung des Landes ging im vergangenen Jahrzehnt ans Netz und läuft nun aus den ursprünglichen Herstellergarantien heraus, was den Wartungsmarkt in der Regel für unabhängige Dienstleister öffnet. Zugleich wächst der Druck auf Betreiber, Verfügbarkeit und Ertrag bestehender Anlagen zu steigern, statt allein auf Neubau zu setzen.
Mit der Inbetriebnahme von Offshore-Kapazitäten steht dem polnischen Servicemarkt die nächste Veränderung bevor. Baltic Power, der erste Offshore-Windpark des Landes, bereitet sich von seiner Servicebasis in Łeba aus auf rund drei Jahrzehnte Betrieb vor, weitere Ostseeprojekte sollen folgen. Offshore-O&M beruht auf anderer Ökonomie und anderen Qualifikationen als die Arbeit an Land, greift aber auf denselben heimischen Arbeitsmarkt zurück, um den Onshore- und Solar-Dienstleister bereits konkurrieren.








