PGE und Ørsted haben das letzte von 111 Monopile-Fundamenten des Offshore-Windparks Baltica 2 in der polnischen Ostsee installiert und die Kampagne damit planmäßig abgeschlossen. Davon entfallen 107 Fundamente auf Windenergieanlagen und vier auf Offshore-Umspannwerke.
Die Monopiles sind bis zu 100 Meter lang, haben einen Durchmesser von 7,5 bis 10,5 Metern und wiegen jeweils rund 1.900 Tonnen. Die Installation übernahm Van Oord mit zwei Schiffen, der Svanen und der Aeolus. Der Parallelbetrieb beider Einheiten erhöhte die Installationskapazität und erlaubte es, die Reihenfolge der Offshore-Arbeiten an wechselnde Wetterfenster anzupassen.
„Der planmäßige Abschluss der Kampagne zeigt, wie wichtig gründliche Vorbereitung und das Management der Abhängigkeiten zwischen den Bauphasen im Offshore-Bereich sind”, sagte Ulrik Lange, Managing Director Baltica 2 bei Ørsted. Die Erfahrung aus mehr als 30 Offshore-Projekten auf drei Kontinenten habe dem Team geholfen, Engpässe frühzeitig zu erkennen.
Patrycja Kunc-Rozbój, Vorstandsmitglied von PGE Baltica, verwies darauf, dass das Vorhaben derzeit die größte Investition der PGE-Gruppe ist und die Arbeiten an Land — Netzanbindung sowie Betriebs- und Servicebasis — parallel zum Offshore-Bau vorangehen. Maurits den Broeder, Managing Director Offshore Energy bei Van Oord, bezeichnete die Kampagne als Meilenstein für Polens Offshore-Windambitionen.
Als Nächstes folgt der Sekundärstahl. Auf den fertigen Fundamenten werden mehr als 400 Bauteile montiert — Anodenkörbe, Bootslandeplattformen sowie Innen- und Außenplattformen —, davon 75 Prozent aus polnischer Fertigung. Diese Arbeiten sollen bis Ende 2026 laufen. Offshore-Umspannwerke und Exportkabel folgen noch in diesem Jahr, Parkverkabelung und Turbinen sind für 2027 vorgesehen.
Baltica 2 ist ein 1,5-GW-Gemeinschaftsprojekt von PGE Polska Grupa Energetyczna und Ørsted rund 40 Kilometer vor der Küste bei Ustka. Das Vorhaben verfügt über alle erforderlichen Genehmigungen und einen 25-jährigen Differenzvertrag. Erster Strom wird in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet, die vollständige kommerzielle Inbetriebnahme bis Ende desselben Jahres. Der Park soll rechnerisch rund 2,5 Millionen polnische Haushalte versorgen.








