Eine von Green Power Sweden veröffentlichte Vorwahlumfrage hat ergeben, dass eine Mehrheit der schwedischen Parlamentsparteien Vorschläge zur Senkung der Stromsteuer befürwortet. Die ambitioniertesten Fraktionen plädieren für Kürzungen vom aktuellen Satz von 36 Öre pro Kilowattstunde auf das EU-Minimum von 0,6 Öre/kWh. Die Umfrage wurde im März 2026 an alle Parlamentsparteien verschickt, vor den schwedischen Parlamentswahlen im September.
Die Senkung der Stromsteuer erhielt von allen fünf Vorschlägen der Umfrage die breiteste parteiübergreifende Unterstützung. Sverigedemokraterna und Liberalerna befürworteten die stärksten Kürzungen, während die meisten Parteien auch ein an Schwedens Klimaziele gekoppeltes Elektrifizierungsziel mit Teilzielen für 2030 und 2035 unterstützten. Die Parteien zeigten zudem nahezu einstimmige Zustimmung dazu, dass die Stärkung der Energieunabhängigkeit in Schwedens nationalem Interesse liegt.
Rund die Hälfte der befragten Parteien sprach sich dafür aus, dass Windenergie-Gastgemeinden eine langfristige Entschädigung erhalten sollten — ein Vorschlag, der an Bedeutung gewonnen hat, da gesellschaftliche Akzeptanz zu einem zentralen Faktor bei der Planung schwedischer Windprojekte geworden ist. Die Parteien mit der größten programmatischen Übereinstimmung mit der vollständigen Agenda von Green Power Sweden waren Centerpartiet und Liberalerna, gefolgt von Miljöpartiet und Vänsterpartiet.
“Die breite Unterstützung für unsere Vorschläge ist ermutigend”, sagte Nils Grunditz, CEO von Green Power Sweden. “Aber gute Absichten reichen nicht aus. Wir brauchen eine Regierungsperiode, die den Weg für Investitionen in Wind-, Solar- und Speicherenergie ebnet.” Die Organisation betonte, dass für Schwedens Energiewende im erforderlichen Tempo konkrete Entscheidungen nötig sind — nicht nur Absichtserklärungen.





