Der Unterausschuss für Europa des US-Repräsentantenhauses für Auswärtige Angelegenheiten hielt eine Anhörung unter dem Titel „Sicherung von NATOs Ostgrenze: Bewertung der strategischen Lage in der Ostseeregion“ ab. Ausschussvorsitzender Keith Self warnte, dass ein Scheitern der Abschreckung im Baltikum nicht in verlorenen Kilometern gemessen würde — sondern in der Glaubwürdigkeit der NATO selbst.
Self betonte, dass Russland seine kampferprobten Kräfte nach dem Ende der aktiven Kämpfe in der Ukraine wahrscheinlich an den Grenzen der baltischen Republiken neu positionieren werde. Abschreckung im Baltikum sei eine unmittelbare, keine zukünftige Anforderung.
Der Vorsitzende verwies auf den Shadow Act (H.R. 7632), der einstimmig den Ausschuss passierte und einen Koordinator für Hybrid-Kriegsführung-Rechenschaftspflicht im US-Außenministerium schaffen soll. Er lobte Estland, Lettland und Litauen als Vorbilder für die NATO-Lastenteilung, gemeinsam mit Polen und Norwegen.
Die zentrale Frage der Anhörung lautete: Ist die NATO nicht nur auf eine Reaktion auf eine Krise im Baltikum vorbereitet, sondern auf deren Verhinderung? Self argumentierte, dass dies glaubwürdige Fähigkeiten erfordert: bereite Streitkräfte, ausreichende Lagerbestände und eine Verteidigungsindustrie für längere Konflikte.
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