Das 17. Jahresforum der EU-Strategie für den Ostseeraum (EUSBSR) versammelte am 11.–13. Mai 2026 mehr als 500 Expertinnen und Entscheidungsträger im Tallinn Creative Hub. Tallinn ist damit zum dritten Mal Gastgeber des Forums, nach 2010 und 2018. Das Leitthema lautet Resilienz und spiegelt die zunehmenden geopolitischen, klimatischen und demografischen Herausforderungen der Region wider.

Das Programm umfasste drei Kernbereiche: regionale Sicherheit und die aktuelle geopolitische Lage, den Zustand der Ostseeumwelt sowie wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und demografische Herausforderungen. Am 11. Mai fand ein Tag der Städte und Regionen statt, der sich auf die praktische Stärkung von Resilienz durch lokale Behörden konzentrierte.

Tallinns Bürgermeister Peeter Raudsepp betonte die Schlüsselrolle von Städten: “Sicherheit, Kontinuität und Wettbewerbsfähigkeit im Ostseeraum werden nicht allein auf nationaler Ebene gestaltet. Städte sind der Ort, an dem praktische Lösungen entstehen, die das tägliche Leben der Menschen direkt beeinflussen.”

Estlands Außenminister Margus Tsahkna verband die Diskussionen mit Estlands EUSBSR-Präsidentschaft: “Angesichts der veränderten Sicherheits- und Wirtschaftslage ist Resilienz wichtiger denn je. Wir wollen zur Sicherheit, Konnektivität und zum Wohlstand im Ostseeraum beitragen.”

Gustav Lindström, Generaldirektor des Sekretariats des Ostseerats, erweiterte den Resilienzbegriff: “Resilienz bedeutet mehr als schnelle Krisenregeneration — es geht um Vertrauen, Zusammenarbeit und grenzübergreifende Vorbereitung.” Das Forum wurde gemeinsam von der Stadt Tallinn, dem Sekretariat des Ostseerats, dem estnischen Außenministerium und dem Baltic Sea Strategy Point organisiert.