Litauen wird zusätzliche 4 Mio. Euro für die Installation von Solaranlagen und Speichern in ukrainischen Kindergärten, Krankenhäusern, Schulen und anderen öffentlichen Einrichtungen bereitstellen, kündigte Energieminister Žygimantas Vaičiūnas beim zweiten gemeinsamen Treffen der Regierungen Litauens und der Ukraine an. Es ist die zweite Stufe eines Projekts, das mit einer Tranche von 5 Mio. Euro im Vorjahr bereits 20 Anlagen geliefert hat; über beide Stufen werden rund 80 Projekte erwartet, weitere 3 Mio. Euro stammen aus EU-Mitteln.
Vaičiūnas erklärte, Litauen habe die Unterstützung im schwierigen Winter 2025/2026 verstärkt und allein in den ersten Monaten dieses Jahres mehr als 6,3 Mio. Euro an Transformatoren, Generatoren, Glasisolatoren und anderer kritischer Ausrüstung geliefert — gegenüber mehr als 10 Mio. Euro im gesamten Jahr 2025. Trotz beispielloser Angriffe auf ihre Strom- und Gasinfrastruktur hätten das Energiesystem der Ukraine und ihre Menschen außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit gezeigt; die unter Kriegsbedingungen gewonnene Expertise sei für ganz Europa von Bedeutung.
Die von beiden Regierungschefs unterzeichnete Erklärung sieht eine weitere Zusammenarbeit vor, die auf der ukrainischen Erfahrung beim Schutz und der Stärkung der Energieinfrastruktur aufbaut. Litauen will dringende Hilfe, Infrastruktur-Wiederaufbau, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Integration des ukrainischen Strommarkts in den EU-Binnenmarkt weiter unterstützen.
Auf der Gasseite traf Vaičiūnas Naftogaz-Chef Sergii Koretskyi; beide Seiten betonten die Partnerschaft zwischen Naftogaz und dem litauischen Terminalbetreiber KN Energies. Die Unternehmen treten in eine neue Kooperationsphase ein, um die langfristige Gasversorgung der Ukraine über das LNG-Terminal Klaipėda zu sichern — eine Partnerschaft, die der Minister als Beitrag zu Energiesicherheit und Liefervielfalt in der weiteren Region einordnete. Auch die Gasspeicher der Ukraine wurden als strategisch wichtig für die Region und die EU hervorgehoben.






