Eine Koalition von Reedereien und die Kampagnenorganisation Transport & Environment (T&E) hat die Europäische Kommission aufgefordert, die Schifffahrt vollständig in ihren bevorstehenden Elektrifizierungs-Aktionsplan aufzunehmen. Die Kommission will den Plan am 15. Juli vorlegen und versteht ihn als Mittel, die Elektrifizierung in Europa zu beschleunigen, Importe fossiler Brennstoffe zu senken und Emissionen zu verringern.
Die Verbände argumentieren, die Schifffahrt müsse Teil des Plans sein, damit dieser sein volles Potenzial entfalte. In Häfen wird bereits Landstrom bereitgestellt, um liegende Schiffe an lokale Netze anzuschließen, und der tägliche Hafenbetrieb elektrifiziert sich zunehmend. Auf See werden batterieelektrische Schiffe attraktiver, und in europäischen Gewässern fahren bereits immer mehr Elektrofähren.
Erhebliche Hürden bleiben jedoch, vor allem beim Zugang zur Ladeinfrastruktur. Die Koalition bittet die Kommission, den Plan zu nutzen, um diese Hindernisse zu beseitigen, effiziente und wirtschaftlich tragfähige Technologien zu fördern und eine widerstandsfähigere, wettbewerbsfähige maritime Wirtschaft aufzubauen.
Für die Ostsee, wo Kurzstreckenschifffahrt und Fährverkehr dicht sind und Häfen im Zentrum der Offshore-Wind-Logistik stehen, ist die Frage unmittelbar relevant. Elektrifizierte Häfen und Schiffe würden den Seeverkehr in dieselben Netze und erneuerbaren Erzeugungsanlagen einbinden, die die Region für die Energiewende ausbaut.







