Elia Transmission Belgium und das Konsortium TM Edison haben das 23. und letzte Caisson für die Energieinsel Princess Elisabeth 45 Kilometer vor der belgischen Küste in der Nordsee installiert und damit die Fundamentarbeiten abgeschlossen.
Die 23 Caissons bilden den schützenden Außenring der künstlichen Insel. Jedes ist 58 Meter lang, 28 Meter breit, je nach Sturmwand zwischen 23 und 32 Metern hoch und wiegt rund 22.000 Tonnen. Gebaut wurden sie im niederländischen Vlissingen, wo täglich etwa 300 Menschen daran arbeiteten und je Einheit rund drei Monate benötigt wurden.
„Der Abschluss der Fundamentarbeiten ist für uns ein wichtiger Schritt beim Ausbau der belgischen Offshore-Energieinfrastruktur, die eine Schlüsselrolle für die Energiewende und die Stärkung unserer Energieunabhängigkeit spielt”, sagte Frédéric Dunon, CEO von Elia Transmission Belgium.
Nun folgt das Verfüllen der Caissonstruktur mit Sand, aus dem die eigentliche Insel entsteht. Die Kabelanbindungen an Land sind für 2027 und 2028 vorgesehen, die Installation der elektrischen Infrastruktur für 2029, die Fertigstellung für 2031. Die Insel soll die zweite belgische Offshore-Windzone anbinden und hält die Option auf einen künftigen Interkonnektor mit dem Vereinigten Königreich offen.
Die fristgerechte Fertigstellung ermöglicht es Elia, 99 Millionen Euro EU-Förderung für diese Projektphase abzurufen. Die Caissons wurden zudem naturinklusiv ausgelegt: Im Rahmen des Projekts Reefcovery wurden Ende Juli Steine mit Jungaustern rund um die Insel eingebracht, die zugleich Erosionsschutz und Grundlage für ein neues Austernriff bilden sollen.
TM Edison ist ein Zusammenschluss von DEME und Jan De Nul. „Transport und Installation von 23 Betoncaissons mit je rund 22.000 Tonnen erforderten akribische Vorbereitung und Ausführung”, sagte Gert De Smet, Projektleiter bei DEME. Für Planer in der Ostsee, die eigene Insel- und Hub-Konzepte prüfen, bleibt das belgische Vorhaben der nächstliegende reale Referenzfall.








