Nachdem alle 111 Monopile-Fundamente installiert sind, tritt Baltica 2 — das 1,5-GW-Gemeinschaftsprojekt von PGE Polska Grupa Energetyczna und Ørsted — in eine Phase ein, die weniger sichtbar ist als das Rammen der Pfähle, für die polnische Lieferkette aber nicht weniger bedeutsam.

Auf den fertigen Fundamenten werden über 400 Sekundärstahlbauteile montiert: Anodenkörbe als Korrosionsschutz, Bootslandeplattformen für Servicefahrzeuge sowie Innen- und Außenplattformen. Rund 75 Prozent davon stammen aus polnischer Fertigung. Die Arbeiten sollen bis Ende 2026 laufen.

Die Fundamente selbst umfassen 107 Monopiles für Turbinen und vier für Offshore-Umspannwerke, jeweils bis zu 100 Meter lang, mit 7,5 bis 10,5 Metern Durchmesser und einem Gewicht von rund 1.900 Tonnen. Van Oord führte die Kampagne mit zwei parallel eingesetzten Schiffen durch, Svanen und Aeolus, um Kapazität und Flexibilität der Installationsreihenfolge zu sichern.

„Baltica 2 ist derzeit das größte Investitionsprojekt der PGE-Gruppe und eines der wichtigsten Energiewendeprojekte in Polen”, sagte Patrycja Kunc-Rozbój, Vorstandsmitglied von PGE Baltica. Parallel schreiten die Arbeiten an Land voran: die Infrastruktur zur Einspeisung in das nationale Stromsystem sowie die Betriebs- und Servicebasis, die den Park über Jahrzehnte begleiten wird.

Offshore-Umspannwerke und Exportkabel folgen noch in diesem Jahr, Parkverkabelung und Turbinen 2027. Erster Strom wird in der ersten Jahreshälfte 2027 erwartet, die vollständige kommerzielle Inbetriebnahme bis Ende desselben Jahres.

Baltica 2 liegt rund 40 Kilometer vor der Küste bei Ustka und verfügt über alle erforderlichen Genehmigungen sowie einen 25-jährigen Differenzvertrag. In Betrieb soll der Park rechnerisch rund 2,5 Millionen polnische Haushalte versorgen.