Chint Solar Europe hat den Verkauf eines Batteriespeicherportfolios mit 56 MW / 180 MWh in Deutschland abgeschlossen, beraten von Capcora als exklusivem Financial Advisor. Die Unternehmen bezeichnen die Transaktion als eine der ersten Forward-COD-Transaktionen (Commercial Operation Date) im deutschen Batteriespeichermarkt.

Das Portfolio umfasst fünf Projekte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, vollständig von Chint entwickelt und schlüsselfertig inklusive EPC- sowie Betriebs- und Wartungsverträgen (O&M) umgesetzt. Erste Projekte sind bereits im Bau; die Anbindung an das Mittelspannungsnetz ist zwischen dem zweiten Quartal 2026 und dem dritten Quartal 2027 vorgesehen.

Käufer ist Second Foundation, die die Anlagen über verschiedene Erlösquellen einschließlich Regelenergie- und Intraday-Märkten vermarkten will. Projektrechte und Projektgesellschaften wurden im Rahmen der Transaktion übertragen. Chint versteht den Schritt als Teil des Wandels vom Solarentwickler zum integrierten Anbieter von Energieinfrastruktur und erklärte, seine BESS-EPC-Kompetenzen künftig auch Dritten anbieten zu können.

Forward-COD-Strukturen, bei denen Anlagen vor Betriebsbeginn den Eigentümer wechseln, sind in Deutschland noch relativ selten. Ihr Aufkommen signalisiert wachsendes Investorenvertrauen in fortgeschrittene Speicherprojekte – ein Trend mit direkter Relevanz für Ostseemärkte, die abwägen, wie sich die zur Integration von Wind und Solar nötigen Speicher finanzieren lassen.